Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesellschaft für Schwerionenforschung und Helmholtz-Gemeinschaft fördern junge Forschergruppe

12.03.2004


Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe "Experimente mit gespeicherten und gekühlten Ionen" kommt an das Institut für Physik.



Am Institut für Physik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird sich eine Nachwuchsgruppe unter der Leitung von Dr. Klaus Blaum mit neuartigen Ionenfallenexperimenten befassen. Dabei steht die Entwicklung neuer Techniken zur Speicherung und Kühlung von Ionen (= geladene Atome), sowie die dadurch ermöglichten atom- und kernphysikalischen Präzisionsexperimente mit diesen Teilchen im Vordergrund.

... mehr zu:
»Ion »Physik »Schwerionenforschung


Die Einrichtung selbstständiger Nachwuchsgruppen dient dem Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Helmholtz-Einrichtungen. Der Leiter der Arbeitsgruppe ist mit akademischen Rechten und Pflichten in die Hochschule eingebunden. Die Förderung ist für insgesamt drei Jahre vorgesehen, wobei neben der Stelle des Leiters noch mindestens drei weitere Mitarbeiterstellen eingerichtet und Sachmittel zur Verfügung gestellt werden.

Dr. Klaus Blaum hat zur Zeit eines der renommierten Fellowships am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf inne. Er ist Projektleiter des ISOLTRAP-Experiments und mit 32 Jahren bereits ein Experte auf dem Gebiet der Ionenfallentechnik. Für seine hervorragenden Arbeiten über die Massenbestimmung instabiler Atomkerne mit dem Penningfallen-Massenspektrometer ISOLTRAP wurde er kürzlich für den Gustav-Hertz-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft nominiert. Präzise Kernmassenbestimmungen sind wichtig für die Verbesserung von Kernmodellen und zum Test des Standardmodells. Zudem geben sie Aufschluss über die "Schwache Wechselwirkung" - eine der fundamentalen Naturkräfte - sowie über astrophysikalische Fragestellungen zur Entstehung der chemischen Elemente im Inneren der Sterne.

Schwerpunkt des Arbeitsprogramms der Nachwuchsgruppe ist es, neue Verfahren zur Spektroskopie von gespeicherten und gekühlten Ionen zu entwickeln, die ihre Genauigkeit, Effizienz und Anwendbarkeit weiter steigern. Unter anderem wird ein Nachweis an einzelnen gespeicherten Ionen in einer auf Flüssigstickstoff-Temperatur (ca. -200°C) gekühlten Falle entwickelt, der auch für die Identifikation der schwersten Elemente bedeutsam sein wird. Die Entwicklungen dienen zudem zukünftigen Experimenten zur Produktion und Untersuchung von Anti-Wasserstoff.

Die Nachwuchsgruppe um Dr. Klaus Blaum soll eine Klammer bilden zwischen der Universität Mainz und der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) Darmstadt und auf diese Weise dazu beitragen, komplexe und langwierige Entwicklungsarbeiten im Rahmen von Diplom- und Doktorarbeiten an der Universität zu verfolgen. Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen auf diese Weise an neuartigen und einmaligen Experimenten am Institut für Physik und an Großforschungsanlagen wie der GSI aktiv beteiligt werden. Die vorgesehenen Projekte sind in europäische Netzwerke eingebunden, was den internationalen Charakter der Arbeitsgruppe zum Ausdruck bringt.

Kontakt und Informationen:
Institut für Physik
Dr. Klaus Blaum
E-Mail: blaumk@mail-uni-mainz.de

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://isoltrap.web.cern.ch/isoltrap/
http://www.cern.ch/kblaum

Weitere Berichte zu: Ion Physik Schwerionenforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie