Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erster Bundesweiter Wettbewerb für bedeutende Geotope gestartet

08.03.2004


In einem breit angelegten Wettbewerb sucht die Akademie der Geowissenschaften zu Hannover nach bedeutenden Geotopen in ganz Deutschland. Mitmachen kann jeder, ab sofort und noch bis zum 31. März 2005. Alle eingegangenen Vorschläge werden geprüft und bei entsprechender Bewertung in einer "Liste der bedeutendsten Geotope" in Deutschland erfasst. "Mit dieser Liste sollen erstmalig in Deutschland systematisch geologisch wertvolle Landschaften erfasst werden und ein Prädikat erhalten", so Professor Dr. Ernst-Rüdiger Look, Geschäftsführer der Akademie der Geowissenschaften und Koordinator des Wettbewerbs.

1996 wurde die Grube Messel bei Darmstadt als erstes deutsches Weltnaturerbe in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. In dieser Liste hat die UNESCO weltweit geologisch bedeutsame Landschaften erfasst und damit unter internationalen Schutz gestellt. Bis heute ist die Grube Messel das einzige Geotop, das diese Auszeichnung in Deutschland bekommen hat. In der UNESCO Liste der Weltkulturerbe sind dagegen zur Zeit 26 deutsche Kulturdenkmäler erfasst. "Mit unserem Wettbewerb wollen wir dieser Schieflage entgegenwirken", so Diplom-Geograph Dietmar Glitz, Staatssekretär a. D. und Vorsitzender der Jury des Wettbewerbs. Die in der Liste der bedeutendsten Geotope erfassten Einzelgeotope, Geotop-Ensembles oder -Landschaften können nach erfolgreicher internationaler Prüfung und Selektion als Weltnaturerbe der UNESCO ausgezeichnet werden.

Die Jury des Wettbewerbs ist entsprechend hochkarätig besetzt: Neben Mitgliedern der Akademie der Geowissenschaften sowie verschiedener Universitäten sind die Staatlichen Geologischen Dienste der Bundesländer ebenso involviert, wie Vertreter der Industrie und der UNESCO. Teilnahmeformulare und Wettbewerbskriterien können unter www.geoakademie.de herunter geladen werden. "Wichtig ist uns, dass wirklich jeder geologisch interessierte Bürger teilnehmen kann", so Professor Look, "das Formular ist einfach auszufüllen, bei der fachgerechten Formulierung helfen bei Bedarf die Mitglieder der Jury".

Im Gegensatz zu Biotopen, die Pflanzen und Tiere in den Mittelpunkt stellen, umfassen Geotope den unbelebten Teil der Natur. Die Akademie der Geowissenschaften beschreibt Geotope als: "Zeugen der Entwicklung der Erde und des Lebens auf ihr. Sie umfassen natürliche und künstliche Freilegungen von Gesteinen, Lockerablagerungen und Fossilienfundstellen sowie Landschaftsformen. Geotop-Ensembles sind eine Anordnung von mehreren Geotopen, die zueinander in enger räumlicher und genetischer Beziehung stehen. Sie müssen geeignet sein, erdgeschichtliche, geologische oder landschaftsgeschichtliche Entwicklungen - auch im internationalen Vergleich - besonders deutlich zu machen oder in ihrem Formenschatz besonders auffällig sein."



Pressekontakt:

... mehr zu:
»Geotop »Geowissenschaft »UNESCO

Akademie der Geowissenschaften zu Hannover e.V.
Postfach 1114, 31519 Neustadt
Professor Dr. Ernst-Rüdiger Look

Telefon/Fax: 05032-94173/949625
E-Mail: aglook@t-online.de

| ots

Weitere Berichte zu: Geotop Geowissenschaft UNESCO

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie