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26 Mio. Euro für Umwelt-Risikobewertung

04.03.2004


53 Projektpartner untersuchen fünf Jahre lang Gefahren für Biodiversität



Mit 26 Mio. Euro Finanzvolumen und 53 internationalen Projektpartnern startet Anfang März das bisher größte Forschungsprojekt der EU im Bereich "Biodiversität". Untersucht werden vor allem potenzielle Risiken für die biologische Vielfalt. Besonders im Interesse der Forscher stehen der Klimawandel, der Verlust an Bestäuber-Insekten, der Schadstoff-Einfluss sowie die Invasion gebietsfremder Tier- und Pflanzenarten. Träger des Fünfjahres-Projekts ist das Umweltforschungszentrum Leipzig.

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Die Wissenschaftler werden in über 40 Untersuchungsgebieten verteilt über ganz Europa arbeiten. Dadurch werden verschiedene biogeografische Regionen, von der Steppe bis hin zu alpinen und arktischen Gebieten und verschieden genutzten Landschaften untersucht. Von den 26 Mio. Euro, die den Wissenschaftlern in den nächsten fünf Jahren zur Verfügung stehen, kommen 12 Mio. aus Brüssel. Die 53 Projektpartner kommen aus 27 Ländern: dabei sind die EU-Staaten mit den neuen Beitrittsländern ebenso wie Israel, Russland, Australien und Chile. Neben den Forschungsinstituten beteiligen sich auch Unternehmen an dem Projekt, so etwa Procter & Gamble, das an den Auswirkungen von Chemikalien auf die biologische Vielfalt interessiert ist.

Im ersten Jahr geht es darum, die einzelnen Partner in den vier Themenbereichen sektoral zusammenzubringen. "Das bedeutet, bisherige Forschungsarbeiten abzugleichen, sich auf die Anwendung bestimmter Methoden zu verständigen, konkrete Untersuchungsgebiete auszuwählen und thematische Schwerpunkte zu setzen", führt der Initiator und Koordinator des Projektes Josef Settele vom Department Biozönoseforschung des UFZ in Halle aus. Erst danach ist eine Verschneidung der Themen untereinander möglich und sinnvoll.

In den vier verschiedenen Themenbereichen werden neben der Erhebung neuester Daten auch Zahlen von vergangenen Forschungsergebnissen miteinander verglichen. Die zweite Arbeitsphase wird etwa nach dem ersten Drittel der Projektlaufzeit beginnen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.ufz.de

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