Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschung für mehr Fahrkomfort

02.03.2004


Schoemperlen-Stiftung verleiht Preise für vier Arbeiten rund ums Automobil: Wie lässt sich unangenehmes Rupfen der Kupplung im Kraftfahrzeug verhindern? Wie lassen sich Lenkradvibrationen schon bei der Entwicklung eines Autos vorhersagen? Mit Fragen zum Fahrkomfort befassen sich gleich zwei an der Universität Karlsruhe (TH) entstandene Arbeiten, die nun mit Preisen der Ernst- Schoemperlen-Stiftung bedacht werden. Zwei weitere ausgezeichnete Arbeiten beschäftigen sich mit E-Business in der Automobilzulieferindustrie sowie mit einem wirtschaftlichen und umweltfreundlichen neuen Brennverfahren für Ottomotoren mit Direkteinspritzung. Dr. Arne Krüger, Marc Mändl, Jens Martin und Fatih Sarikoc erhalten ihre Auszeichnungen bei der

... mehr zu:
»Brennverfahren

Preisverleihung am Mittwoch, 10. März, 17 Uhr, im Rundbau am Forschungszentrum Umwelt (Gebäude 50.41, Adenauerring 20a).

Der Prorektor für Studium und Lehre der Fridericiana, Professor Dr. Volker Krebs, und der Vorstand der S&G Automobil Aktiengesellschaft, Wolfgang Ritz, überreichen die Auszeichnungen; die Preisträger präsentieren ihre Arbeiten in kurzen Vorträgen.


Den mit 5000 Euro dotierten ersten Preis erhält Dr. Arne Krüger für seine Dissertation „Kupplungsrupfen – Ursachen, Einflüsse und Gegenmaßnahmen“. Rupfschwingungen als dynamische Reaktionen des Antriebsstrangs treten während der Schlupfphase der Kupplung auf; sie beeinträchtigen den Fahrkomfort und beeinflussen die Kaufentscheidung der Kunden. Krügers Dissertation trifft auf große Beachtung in der Fahrzeugindustrie.

Mit dem zweiten Preis von 2000 Euro wird Marc Mändl ausgezeichnet. Seine Diplomarbeit über Schwingungsvorgänge am Lenkrad entstand gemeinsam mit VW in Wolfsburg. Mändl untersucht, wie solche Vibrationen sich auf das Komfortempfinden des Menschen auswirken und ermittelt Methoden, mit denen sich die funktionalen Zusammenhänge zwischen Beschleunigungsamplituden und subjektiven Bewertungen reproduzierbar beschreiben lassen.

Zwei dritte Preise in Höhe von je 1500 Euro verleiht die Schoemperlen-Stiftung an Jens Martin und Fatih Sarikoc. Die Diplomarbeit von Jens Martin in Zusammenarbeit mit der Fridericiana sowie der INP de Grenoble und der University of Ottawa befasst sich mit dem E-Business in der Automobilzulieferindustrie in Deutschland, Frankreich und Kanada. Die Ergebnisse sind auch für Softwarehersteller interessant. Fatih Sarikoc arbeitete bei seiner Diplomarbeit am BPI-Verfahren (Bowl Prechamber Ignition) mit, einem neuartigen Brennverfahren für Ottomotoren mit Direkteinspritzung, das sowohl wirtschaftlich als auch umweltfreundlich ist. Das Verfahren wurde so weit optimiert, dass es nun bei Vollmotoren erprobt werden kann.

Die Ernst-Schoemperlen-Stiftung fördert die Erarbeitung, Vertiefung und Weiterentwicklung von wissenschaftlichen Erkenntnissen für Kraftfahrzeugtechnik und Kraftfahrzeugwirtschaft.

Klaus Rümmele | Universität Karlsruhe (TH)
Weitere Informationen:
http://www.uni-karlsruhe.de

Weitere Berichte zu: Brennverfahren

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie