Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationspreis geht an die NaWoTec GmbH

21.01.2004


KfW-gesponserter Start-up-Preis für Roßdorfer Unternehmen wird am 24. Januar 2004 verliehen

Der Innovationspreis der deutschen Wirtschaft 2003 für Start-Up-Unternehmen geht an die NaWoTec GmbH. Die Roßdorfer Firma erhält die Auszeichnung für ihr Elektronenstrahl-basiertes Reparaturgerät für Lithographiemasken. Mittels dieser Erfindung können wesentliche Elemente, die zur Chipproduktion benötigt werden ("Fotomasken"), repariert werden. Der von der KfW Bankengruppe gesponserte Preis wird am 24. Januar 2004 im Rahmen einer festlichen Galanacht in der Alten Oper in Frankfurt am Main überreicht.

Das Gewinner-Unternehmen NaWoTec (Nano World Technologies) GmbH wurde im Jahr 1999 gegründet. Das Kernprodukt ist ein Reparaturgerät für die Anwendung in der Halbleiterindustrie, das folgende Wirkungsweise hat: Das Gerät basiert auf einem hochauflösenden Rasterelektronenmikroskop der Zeiss Gruppe und wird mit dem patentierten NaWoTec Gasinjektionssystem ausgestattet: So können über ein komplexes Leitungs- und Ventil-System fein dosiert verschiedene Gase in den Arbeitsbereich des Elektronenstrahls injiziert werden, die dann chemische Reaktionen anstoßen. Je nach Art des verwendeten Gases können überschüssige Materialien auf den Fotomasken entfernt ("geätzt") bzw. Fehlstellen aufgefüllt werden. Der Elektronenstrahl wird dabei durch eine spezielle Steuersoftware kontrolliert. Durch den sehr kleinen Durchmesser des Elektronenstrahls (wenige Millionstel Millimeter) können extrem kleine Strukturen bearbeitet werden.

Aufgrund der immer kleiner werdenden Strukturbreiten in der Halbleitertechnik hat sich die Fehlerquote bei der Maskenherstellung stark erhöht. Gleichzeitig stiegen die Kosten für die Herstellung dieser Chip-Bauteile an. Durch das neuartige Nanostrukturierungsverfahren der NaWoTec GmbH lassen sich fehlerhafte Masken der jetzigen und zukünftigen Generation reparieren. Als einziger Anbieter dieser Technik trägt die NaWoTec GmbH so zu einem verbesserten Ertrag in der Maskenherstellung bei. Das Unternehmensziel besteht darin, in den Bereichen Halbleitertechnologie, Nanoanalytik, Mikro-Optik und Nano-Elektronik bereits im Unternehmen vorhandene und künftige Entwicklungen erfolgreich zu vermarkten. Die Vision des Teams ist es, sich in den nächsten Jahren im Bereich der Nanotechnologie eine Schlüsselstellung in der Welt zu erarbeiten und ein Teilsegment dauerhaft zu besetzen.

Für Hans W. Reich, Sprecher des Vorstandes der KfW Bankengruppe, sind Innovationen der Schlüssel zur Zukunft. Reich: "Innovationen sind die Triebfeder von technischem Fortschritt und strukturellem Wandel. Innovationen stärken die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Firmen und schaffen so zukunftsfähige Arbeitsplätze. Innovative Start-Up-Unternehmen spielen hierbei eine besondere Rolle. Sie greifen neue Technologien oftmals als erste auf und nutzen so bestehende Marktlücken. In den vergangenen zwei Jahren hat die KfW über 600 Mio EURO für kleine und mittlere Unternehmen mit zukunftsweisenden innovativen Ideen zur Verfügung gestellt."

Christine Volk | KfW
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Berichte zu: Elektronenstrahl Innovationspreis NaWoTec

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE