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BMBF fördert Sicherheit im Internet

10.12.2003


Entwicklung aktiver Software wird weiter vorangetrieben

Für die sichere Nutzung des Internet reichen die in den vergangenen Jahren entwickelten passiven Techniken zum Schutz vor Einbrüchen, wie beispielsweise Firewalls, Virtual Private Networks und Verschlüsselungstechnologien immer weniger aus. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert daher allein in diesem Jahr mit 18 Millionen Euro die Weiterentwicklung der IT-Sicherheit.

Jüngst an den Start gegangen ist das Projekt SicArI, mit dem ein Softwarepaket zur sicheren IT-gestützten Kommunikation entwickelt werden soll, das unabhängig von der genutzten Hardware und dem jeweils eingesetzten Betriebssystem das gesamte Spektrum der IT-Sicherheit abdeckt. Konsortialführer ist die TU Darmstadt, Projektpartner sind das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung, das Fraunhofer-Institut für sichere Telekooperation sowie Philips Deutschland, die T-Nova und mehrere kleine und mittlere Unternehmen. Das Fördervolumen beträgt 5,3 Millionen Euro in der Laufzeit von Oktober 2003 bis September 2007.

Ab Januar 2004 wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit MIND (Maschinelles Lernen für Intrusion Detection) aktive Techniken zur rechtzeitigen Erkennung geplanter Einbrüche in Computersysteme entwickeln. Dafür werden aus einer großen und scheinbar unstrukturierten Menge von Datenströmen und Netzaktivitäten mit neuen statistischen Verfahren diejenigen identifiziert, die auf Angriffe durch Hacker hinweisen. Wenn der Angriff schon vor dem Einbruch erkannt werden kann, können gezielte Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Diese so genannten Intrusion Detection Systeme (IDS) spielen eine zentrale Rolle für die Computersicherheit, besonders in komplexen und dynamischen Rechnernetzwerken.

Bis Ende 2006 fördert das BMBF die Arbeit daran mit 2,4 Millionen Euro. Beteiligt sind unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik die Siemens AG und die IT Service Omikron GmbH sowie im Unterauftrag unter anderem das St. Petersburger Institut für Information und Automation der Russischen Akademie der Wissenschaften.

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

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