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BioFuture-Preis geht an Dresdner Forscherin

20.10.2003


BMBF-Biotechnologie-Tage erstmals in neuen Ländern

Der renommierte BioFuture-Preis des Bundesforschungsministeriums (BMBF) geht (auch) nach Sachsen: Dr. Elly Tanaka vom Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden nimmt die Auszeichnung heute für ihr Forscher-Team in Leipzig entgegen. Für maximal fünf Jahre erhalten die sächsischen Wissenschaftler damit finanzielle Förderung des BMBF, um ihre wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Regeneration von Geweben voranzutreiben.

"Dieser Preis ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie erfolgreich gezielte Förderung der Grundlagen- und angewandten Forschung sein kann. Zudem holen wir damit weiteres Geld vom Bund und der EU in den Freistaat. Aber auch privates Kapital fließt verstärkt nach Sachsen", sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Andrea Fischer (CDU) heute zur Eröffnung der Biotechnologie-Tage, die vom 20. bis 21. Oktober 2003 in Leipzig stattfinden.

"Die Biotechnologie-Fördermittel des Freistaates sind gut investiert und sie geben dem High-Tech-Standort Sachsen wichtige wirtschaftliche Impulse", sagte Frau Fischer (CDU). "Dass der Bund diese Biotech-Tage in Leipzig und damit erstmals in den neuen Bundesländern veranstaltet, werten wir als Anerkennung dafür, was hier in Sachsen seit 2000 mit der Biotechnologie-Offensive aufgebaut und geleistet worden ist", sagte die Staatssekretärin weiter.

Biotech-Region Sachsen weiter auf Wachstumskurs

Aktuelle Beispiele dafür sind die Kooperation des Dresdner Max-Planck-Institutes für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) mit der Münchner Definiens AG und der Hamburger Evotec Technologies GmbH, die am 19. September 2003 in Dresden bekannt gegeben wurde. Das durch die drei Partner entwickelte, weltweit neuartige Hochdurchsatz-Verfahren der RNAi- und zellbasierten Analyse spielt unter anderem in der Entwicklung neuer Medikamente eine Rolle. Acht Arbeitsplätze werden bis Jahresende im MPI-CBG zur Umsetzung der Vereinbarung eingerichtet.

Am 30. September gab das Dresdner Biopharmazie-Start-up JadoLabs GmbH den Abschluss einer ersten Finanzierungsrunde über 1,8 Mio. Euro bekannt. Das Kapital für den Aufbau des Unternehmens kommt von der Berliner Risikokapitalgesellschaft Peppermint.Financial Partners, der Stadtsparkasse Dresden, der CFH der SachsenLB und dem Dresden Fonds. "Gerade in der jetzigen schwierigen Phase, in der viel über Finanzierungskrisen und Konsolidierung in der Biotechnologie gesprochen wird, wächst biosaxony. Auch wir haben mit dem Branchentrend zu kämpfen. Aber unser Konzept - inhaltliche Fokussierung auf medizinische Anwendungen und Konzentration auf die Zentren Dresden und Leipzig - zeigt seine Tragkraft: Die Branche ist in Sachsen weiter auf Erfolgskurs, wissenschaftlich und wirtschaftlich", sagte Andrea Fischer.

| ots

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