Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BASF verleiht Innovationspreis 2003 an zwei bahnbrechende Projekte

17.10.2003


Für die Entwicklung und Vermarktung des Faser-Vorproduktes Ultramid® BS 416N wurden Rolf Alles, Greta Chan, Miko Chao, Dr. Gerwig Kruspel, Dr. Rainer Neuberg, Dr. Volker Rauschenberger und Dr. Christopher Rieker ausgezeichnet. Ihr Produkt ist als ideales Basismaterial für die Herstellung von Outdoor-Kleidung und Badeanzügen im Markt erfolgreich. Die Gewebe, die sich aus diesem innovativen Polyamid herstellen lassen, fühlen sich so angenehm an wie Baumwolle und schützen sicher vor gefährlicher UV-Strahlung.


Mit der Entwicklung und Vermarktung des Pflanzenschutzwirkstoffs F 500® haben Dr. Bernd Müller, Dr. Monika Bross, Dr. Joachim Leyendecker, Uwe Buckenauer, Jose Munhoz und Gerald John Minore das Fungizid-Portfolio der BASF wesentlich verstärkt. Der innovative Wirkstoff kann gegen ein breites Spektrum von Schadpilzen in vielen der weltweit wichtigsten Nutzpflanzen eingesetzt werden und war bereits in den ersten Jahren seiner Markteinführung sehr erfolgreich.


Mehr Schutz vor UV-Strahlen und schädlichen Pilzen

... mehr zu:
»Innovationspreis »Polyamid

Mit dem Innovationspreis zeichnet die BASF Mitarbeiter aus, die mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg innovativer Produkte geleistet haben. In diesem Jahr wird die Auszeichnung, über deren Vergabe der Vorstand auf Vorschlag einer Auswahlkommission entscheidet, bereits zum zehnten Mal verliehen. Preisträger sind 13 Mitarbeiter, die in zwei interdisziplinären Teams entscheidend an den beiden folgenden Projekten beteiligt waren:

Ultramid® BS 416N, das Polyamid für baumwollähnliche Textilien mit UV-Schutz-Funktion, F 500®, ein Pflanzenschutzmittel mit breitem Wirkungsspektrum gegen Pilzkrankheiten.


„Innovationen sind unverzichtbar, um profitables Wachstum der BASF zu gestalten. Die Erweiterung unseres Portfolios um innovative Produkte und Kundenlösungen ist eines unserer wichtigsten Ziele“, sagte Dr. Stefan Marcinowski, Vorstandsmitglied der BASF und Sprecher der Forschung, bei der Preisverleihung anlässlich einer internationalen Konferenz der BASF Gruppe am 16. Oktober in Ludwigshafen.

Ein neuer Rohstoff für funktionelle Freizeitkleidung

Ultramid® BS 416N ist ein Paradebeispiel dafür, wie bestehendes Know-how in Kombination mit innovativen Technologien und genauer Marktkenntnis zu einem neuen, bei den Kunden sehr gefragten Produkt führen kann. Zu Beginn der Entwicklung war es das Ziel, einen Faser-Rohstoff zu produzieren, aus dem sich Stoffe mit Baumwoll-Optik und -Haptik herstellen lassen, die gleichzeitig über die positiven Eigenschaften von Kunstfasern verfügen. Solche Stoffe für Freizeitbekleidung sollen leicht, reißfest und scheuerbeständig sein und außerdem schnell trocknen. Zu diesem Tragekomfort kam dann in einem zweiten Schritt der Schutz vor UV-Strahlung hinzu. Den Experten der BASF gelang es, Titandioxid mit einem speziellen technischen Verfahren so fein in dem Polyamid zu verteilen, dass ein hoher Sonnenschutzfaktor erreicht wird und sich das Material dennoch zu feinsten Garnen verspinnen lässt.

Auch in nassem oder gedehntem Zustand, wenn andere Textilien etwa aus Baumwolle ihre UV-Schutz-Funktion verlieren, bleibt diese bei Kleidungsstücken aus dem neuen Material erhalten. Je nach Art der Verarbeitung lassen sich mit Ultramid® BS 416N Lichtschutzfaktoren von bis zu 80 erreichen. Die BASF verkauft das Faser-Vorprodukt als Granulat an große Garnproduzenten beispielsweise in Asien. Gewebe aus Ultramid® BS 416N werden inzwischen von vielen bekannten Herstellern von Outdoor- oder Badebekleidung eingesetzt, etwa von Speedo, The North Face oder VauDe. In den kommenden drei Jahren erwartet das Marketing-Team überdurchschnittliche Wachstumsraten für das erfolgreiche Polyamid.

Ein neues Werkzeug für Landwirte auf der ganzen Welt

Mit dem Wirkstoff F 500® haben die Agrarexperten der BASF einen neuen Standard in der Klasse der so genannten Strobilurine gesetzt, der von keinem Konkurrenzprodukt erreicht wird. Das innovative Pflanzenschutzmittel bekämpft die wichtigsten Pilzerkrankungen in vielen Kulturpflanzen wie Getreide, Gemüse, Obst und Reben schnell und zuverlässig. F 500® bietet bereits in geringen Mengen lang anhaltenden Schutz und besitzt günstige toxikologische und ökotoxikologische Eigenschaften. Dank seiner hervorragenden Eigenschaften sind Pilzbekämpfungsmittel (Fungizide) mit diesem Wirkstoff bereits in vielen wichtigen Ländern für den Einsatz in der Landwirtschaft zugelassen.

Sein breites Wirkungsspektrum macht F 500® zu einem echten Universal-Fungizid und zum idealen Mischungspartner für die Formulierung von unterschiedlichen Produkten. Mittelfristig rechnet die BASF für F 500® mit einem Umsatzpotential von 300 Millionen Euro pro Jahr. Die Schwerpunktmärkte werden Europa sowie Süd- und Nordamerika sein. Damit stärkt das Unternehmen seine Marktposition unter den drei größten Herstellern von Pflanzenschutzmitteln.

Joachim Seega | BASF
Weitere Informationen:
http://www.basf.de

Weitere Berichte zu: Innovationspreis Polyamid

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise