Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Preis der Stiftung Industrieforschung für Stuttgarter Wirtschaftswissenschaftler

08.10.2003


Erneut wird ein Stuttgarter Wissenschaftler für seine Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis ausgezeichnet. Der erste Preis für wissenschaftliche Arbeiten der Stiftung Industrieforschung wurde in diesem Jahr Dr. Klaus Möller vom Lehrstuhl Controlling am Betriebswirtschaftlichen Institut der Universität Stuttgart für seine Doktorarbeit zuerkannt. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird am 16. Oktober bei der Jahresveranstaltung der Stiftung Industrieforschung auf Schloss "La Redoute" in Bonn verliehen. Die Stiftung Industrieforschung ist eine der größten Förderinstitutionen für anwendungsorientierte Forschung in Deutschland. Sie zeichnet regelmäßig herausragende Arbeiten aus, die Innovationen in die betriebliche Praxis erfolgreich umsetzen.



In seiner mit "summa cum laude" bewerteten Arbeit zur "Zuliefererintegration in das Target Costing auf Basis der Transaktionskostentheorie" hat der Nachwuchswissenschaftler die Frage untersucht, wie innerhalb einer Unternehmenskooperation ein Produkt marktgerecht und kostenorientiert entwickelt werden kann. In einer Welt zunehmender Vernetzung gewinnen solche Unternehmensverbindungen immer größere Bedeutung. Für die Zulieferer sind damit neue Chancen, aber auch ein höheres Maß an Verantwortung verbunden. Mehr Kooperation bedeutet hier auch mehr Komplexität, denn Zahl und Qualität der Transaktionen zwischen den Partnern steigen deutlich an. Dabei gilt es, die Zulieferer markt- und kostenorientiert in den Produktentwicklungsprozess im Sinne eines Target Costing zu integrieren. In seiner Arbeit hat Klaus Möller jene Schnittstellen-Kosten sichtbar gemacht, die mit der zunehmenden Zahl von Transaktionen zwischen Zulieferern und Abnehmern verbunden sind.



"Mein Ziel ist die für beide Seiten nutzbringende Integration von Theorie und Praxis. Die in der Forschung sehr bedeutsame Transaktionskostentheorie auch für die Praxis nutzbar zu machen, stellte daher eine ganz besondere Herausforderung dar", so der Preisträger. Erfolgreich war dies auch durch ein fruchtbares Wechselspiel aus Theoriearbeit und enger Kooperation mit der Industrie. Das Konzept konnte bei einem württembergischen Getriebespezialisten erfolgreich realisiert werden. Es trägt dazu bei, die Beziehungen mit den Lieferanten kostenseitig zu optimieren.

Dr. Möller ist weiterhin am Lehrstuhl Controlling von Professor Péter Horváth an der Universität Stuttgart tätig. Im Rahmen seiner Habilitation untersucht er die betriebswirtschaftliche Steuerung von Netzwerken.

Kontakt:
Dr. Klaus Möller
Betriebswirtschaftliches Institut
Lehrstuhl Controlling
Tel. 0711/121-3926
e-mail: klaus.moeller@po.uni-stuttgart.de

Ursula Zitzler | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-stuttgart.de/controlling
http://www.stiftung-industrieforschung.de

Weitere Berichte zu: Industrieforschung Transaktionskostentheorie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie