Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschung zur Wirkung elektromagnetischer Felder

25.09.2003


Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Simone Probst hat heute den Startschuss für ein umfangreiches Forschungsprogramm gegeben, mit dem bestehende Wissenslücken und offene Fragen zu möglichen gesundheitlichen Risiken des Mobilfunks geschlossen werden sollen. Das "Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm" (DMF) sei Teil des Vorsorgeprogramms der Bundesregierung im Bereich Mobilfunk, sagte Simone Probst heute in Berlin zur Eröffnung eines Fachgesprächs. Auf der Veranstaltung, zu der Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft geladen sind, werden die Schwerpunkte des Forschungsprogramms erörtert.

... mehr zu:
»SSK

Das Bundesumweltministerium hat die Vorsorgeforschung im Bereich Mobilfunk verstärkt und die entsprechenden Haushaltsmittel deutlich erhöht. Für die Jahre 2002 bis 2005 stehen insgesamt 8,5 Mio. Euro bereit. Die Mobilfunknetzbetreiber haben sich in einer Selbstverpflichtung bereiterklärt, sich mit dem gleichen Betrag am Forschungsprogramm des BMU zu beteiligen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) leitet das Programm.

Vor zwei Jahren hatte die Strahlenschutzkommission des Bundes (SSK) festgestellt, dass es auch nach Bewertung der neueren wissenschaftlichen Literatur keinen Nachweis für Gesundheitsbeeinträchtigungen unterhalb der gegenwärtig geltenden Grenzwerte gibt. Damit bestätigte die SSK, dass die geltenden Grenzwerte vor nachgewiesenen Gesundheitsgefahren ausreichend schützen. Sie verwies dennoch auf einzelne Studien, die von biologische Wirkungen unterhalb der geltenden Grenzwerte beschreiben. Diese Ergebnisse wurden bisher noch nicht in weiteren unabhängigen Untersuchungen bestätigt. Die SSK hält es deshalb für notwendig, die Kenntnisse über gesundheitliche Beeinträchtigungen bei der Exposition durch elektromagnetische Felder durch weitere Forschung zu verbessern.


Transparenz und Unabhängigkeit bei der Auswahl der Themen, der Projekte, der Forscher und der Ergebnisse ist ein wesentlicher Teil des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms: Die fachkundige Öffentlichkeit kann sich seit einem Monat über das Internet-Portal "emf-forschungsprogramm" an der Diskussion beteiligen und wird fortlaufend über den Stand des Forschungsprogramms informiert.

Probst: "Jeder kann sich selbst überzeugen, ob wir "die richtigen" Themen erforschen, ob die qualifiziertesten Forscher beteiligt sind und ob wir auch Kritiker des Mobilfunks einbeziehen." Kritische Stimmen seien auch bei diesem zweiten Fachgespräch ausdrücklich willkommen, sagte Probst. "Sie sind die Triebkraft zur Erforschung gesundheitlicher Risiken. An deren Erforschung und Minimierung haben auch die Mobilfunkunternehmen ein großes Interesse."

Michael Schroeren | BMU
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de
http://www.emf-forschungsprogramm.de

Weitere Berichte zu: SSK

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Der Herr der Magnetfelder: EU verleiht HZDR-Forscher begehrte Forschungsförderung in Millionenhöhe
12.04.2018 | Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

nachricht ERC Grant: Wie sich Pflanzen an vielfältige Umweltbedingungen anpassen
09.04.2018 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics