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BMW Group, Hilti und Novo Nordisk für den Carl Bertelsmann-Preis 2003 nominiert

01.09.2003


Bertelsmann Stiftung zeichnet vorbildliche Unternehmenskultur aus - Preisverleihung am 21. September 2003



Die BMW Group (München), die Hilti Aktiengesellschaft (Schaan/Fürstentum Liechtenstein) und Novo Nordisk A/S (Dänemark) sind wegen ihrer vorbildlichen Unternehmenskultur für den Carl Bertelsmann-Preis 2003 nominiert worden. Seit 1988 verleiht die Bertelsmann Stiftung den Carl Bertelsmann-Preis jährlich. Ausgezeichnet werden innovative Konzepte und nachahmenswerte Lösungsansätze in wichtigen gesellschaftspolitischen Bereichen. Zum diesjährigen Schwerpunktthema "Unternehmenskultur und Führungsverhalten als Erfolgsfaktoren" wurden mehr als 60 europäische Unternehmen einer eingehenden Analyse unterzogen.

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"Die drei Kandidaten zeigen in herausragender Weise, wie eine mitarbeiter- und kundenori­entierte Unternehmenskultur sowie vorbildliches Führungsverhalten entscheidend zum wirt­schaftlichen Erfolg beitragen und die Unternehmenskontinuität sichern können", begründete Professor Dr. Heribert Meffert, Präsidiumsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, die Nomi­nierungen. Der Gewinner der mit 150.000 Euro dotierten Auszeichnung wird in einem Festakt am 21. September 2003 in Gütersloh bekannt gegeben. Zu den Rednern der Veranstaltung gehören Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement und der frühere niederländische Ministerpräsident Ruud Lubbers.

Die BMW Group, Hilti und Novo Nordisk konnten sich bei einer internationalen Recherche durch die Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton in Zusammenarbeit mit der Bertels­mann Stiftung als Kandidaten durchsetzen. Im Mittelpunkt der Beurteilungskriterien für den Carl Bertelsmann-Preis 2003 standen die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Unternehmen sowie ein dialogorientiertes Führungsverhalten. Weitere Kriterien waren die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens, gemeinsame Zielorientierung, Führungskontinuität, Integrationsfähigkeit, Kunden- und Shareholder-Orientierung sowie Haltungen, Überzeugungen und Werte. Der Carl Bertelsmann-Preis hat eine internationale Perspektive. Dieser "Blick über den Zaun" erfolgt in der Überzeugung, dass es für viele Probleme anderswo bereits er­folgreiche Lösungsmodelle gibt.

Die BMW Group (101.400 Mitarbeiter; Umsatz: 42,3 Mrd. Euro), einer der weltweit führen­den Automobilhersteller, kann auf eine seit Jahrzehnten ausgebildete Unternehmenskultur zurückblicken und überzeugt durch seine werteorientierte Personalpolitik. Vor allem durch den vorbildlichen und verantwortungsbewussten Umgang mit Arbeitsplätzen hebt sich das Unternehmen von anderen ab. Auch in Krisenzeiten wurden bisher keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen. Die BMW Group besticht durch über 300 flexible Arbeitszeit­modelle und setzt vielfältige Lösungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf um. Das Führungsverhalten ist durch eine überzeugende Vertrauens- und Teamkultur gekennzeichnet. Von den Betriebsräten wird der BMW Group ein sehr konstruktiver, partnerschaftlicher und berechenbarer Umgang bescheinigt. Die Mitarbeiter identifizieren sich stark mit ihrem Unter­nehmen und seinen Zielen. Die BMW Group hat die höchste Ausbildungsquote in der Auto­mobilindustrie.

Hilti (14.600 Mitarbeiter; Umsatz: 2 Mrd. Euro) ist ein weltweit führendes Unternehmen in Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von qualitativ hochwertigen Produkten und Systemen für den Profi am Bau und in der Gebäudeinstandhaltung. Das Unternehmen überzeugt durch seine konsequente Kundenausrichtung und unternimmt große Anstrengungen, Werte und Haltungen an seine Mitarbeiter zu vermitteln. Jeder neue Mitarbeiter, auch die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, durchlaufen ein dreitägiges Einführungsseminar, in dem die Bau­steine der Unternehmenskultur erläutert werden. Wesentliche Instrumente sind Mitarbeiterbe­fragungen und regelmäßige Führungskräftebeurteilungen. Der Wertekanon bei Hilti hebt deutlich das Team hervor. Vorbildlich ist auch das klar definierte Corporate-Governance-Modell, das Kompetenzen abgrenzt, Doppelmandate vermeidet und Qualifikationsanforderungen für das Management definiert.

Das Pharmaunternehmen Novo Nordisk (18.000 Mitarbeiter; Umsatz: 3,4 Mrd. Euro) ist Weltmarktführer in der Insulinherstellung. Wichtiger Baustein der Unternehmenskultur ist das System der sogenannten "Facilitators": Erfahrene Mitarbeiter der Holding werden periodisch in die Geschäftsbereiche und Tochterunternehmen entsandt und prüfen dort die Umsetzung der Unternehmenskultur. Diese verpflichtet Führung und Mitarbeiter dazu, ökonomische, so­ziale und ökologische Belange in gleicher Weise zu gewichten und bei allen Entscheidungen zu berücksichtigen. Novo Nordisk legt großen Wert auf die Sicherung der Arbeitsplätze und verfügt über innovative Ansätze zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So erhalten Mitar­beiterinnen für den Zeitraum von einem Jahr während der Elternzeit volle Lohnfortzahlung. Zudem fördert und unterstützt das Unternehmen gesellschaftliches Engagement der Mitar­beiter.

Über die Bertelsmann Stiftung:
Die Bertelsmann Stiftung versteht sich als Förderin des Wandels für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Sie will Reformen in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Soziales, Gesundheit, Demokratie und Bürgergesellschaft sowie Internationale Verständigung voranbringen. Die 1977 von Reinhard Mohn gegründete, gemeinnützige Einrichtung hält die Mehrheit der Kapitalanteile der Bertelsmann AG. In ihrer Projektarbeit ist die Stiftung
unabhängig vom Unternehmen und parteipolitisch neutral.


Rückfragen an: Andreas Henke, Telefon: 0 52 41 / 81-81 129

Julia Schormann |
Weitere Informationen:
http://www.bertelsmann-stiftung.de

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