Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

VW-Stiftung fördert mathematisch-physikalische Nachwuchsgruppe

29.07.2003


Zum 01. August 2003 wird mit Hilfe der Volkswagen-Stiftung am Institut für Mathematik der Humboldt-Universität zu Berlin eine neue Nachwuchsgruppe eingerichtet. Ausgestattet mit Fördergeldern von insgesamt 992.000 Euro baut Dr. Ilka Agricola (Jahrgang 1973) als Projektleiterin die Nachwuchsgruppe "Spezielle Geometrien in der mathematischen Physik" über einen Zeitraum von 5 Jahren auf.



Auf der Basis ihrer mathematischen Vorarbeiten der vergangenen Jahre wird sich die Diplomphysikerin dem Studium der geometrischen "Feinstruktur" solcher Räume zuwenden, die in verschiedenen Modellen der theoretischen Physik - etwa der Superstringtheorie oder der M-Theorie - benötigt werden: Sind etwa Teilchen nicht mehr punktförmig, sondern ausgedehnte "Fädchen" (Strings), so ist das klassische geometrische Konzept der Bahnkurve zu deren Beschreibung hinfällig. Das Hauptaugenmerk der Forscherin gilt dabei dem Zusammenspiel von physikalischer Modell- und mathematischer Begriffsbildung. Die Komplexität moderner Theorien der Symmetrien elementarer Wechselwirkungen erfordert hier eine besondere gemeinsame Anstrengung von Mathematikern und Physikern. Gleichzeitig wird angestrebt, in detaillierten Modellen durch Zuhilfenahme des Instrumentariums der modernen Geometrie und Analysis zu präzisen physikalischen Vorhersagen zu kommen. Auf diese Weise wird die Nachwuchsgruppe einen Beitrag zur Grundlagenforschung in der Differentialgeometrie sowie zu ihren Anwendungen in der mathematischen Physik leisten.

... mehr zu:
»Mathematik »Physik »VW-Stiftung


Dr. Ilka Agricola ist seit 1997 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität und erhielt 2000 den Humboldt-Preis für ihre Dissertation. Am Institut für Mathematik kooperiert die Nachwuchsgruppe mit der Arbeitsgruppe von Prof. Thomas Friedrich, der in den vergangenen 20 Jahren entscheidend zur Entwicklung der für dieses Projekt benötigten mathematischen Methoden beigetragen hat. Die Arbeit an Teilprojekten wird unterstützt und ergänzt durch die Arbeitsgruppen von Prof. Dieter Lüst am Institut für Physik der Humboldt-Universität sowie von Prof. Hermann Nicolai am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Golm bei Potsdam. Diese Zusammenarbeit, insbesondere was die physikalische Interpretation der Ergebnisse und die im Detail gewünschten Eigenschaften relevanter Modelle angeht, soll auch in Zukunft noch weiter ausgebaut werden.

Mit ihrem Programm "Nachwuchsgruppen an Universitäten" fördert die Volkswagen-Stiftung junge, herausragend qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Ihnen soll ermöglicht werden, frühzeitig eigenständig Forschung, vorwiegend auf neuen und zwischen den Disziplinen angesiedelten Gebieten, zu betreiben und eine mit Mitarbeiterstellen und Sachmitteln ausgestattete Arbeitsgruppe selbständig zu leiten.

Kontakt:

Dr. Ilka Agricola
Institut für Mathematik
Tel.: 030 - 2093-1822
E-Mail: agricola@mathematik.hu-berlin.de

HU- Pressestelle | idw
Weitere Informationen:
http://www-irm.mathematik.hu-berlin.de/~agricola/VW.html

Weitere Berichte zu: Mathematik Physik VW-Stiftung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE