Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftsministerium fördert Forschungsverbund Windenergie mit 4,6 Millionen Euro

18.07.2003


Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat einen Forschungsverbund Windenergie an den Hochschulen Oldenburg und Hannover initiiert und stellt dafür Mittel in Höhe von 4,6 Millionen Euro bereit.



Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat einen Forschungsverbund Windenergie an den Hochschulen Oldenburg und Hannover initiiert und stellt dafür Mittel in Höhe von 4,6 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren bereit. "Windkraft wird für die Stromerzeugung in Deutschland in den kommenden Jahren weiterhin eine große Bedeutung haben. Allerdings gibt es insbesondere auf dem Gebiet der Offshore-Technik noch großen Forschungsbedarf", so Minister Lutz Stratmann. "Schon jetzt nimmt das Küstenland Niedersachsen sowohl in der Stromproduktion aus Windenergie als auch in der Herstellung von Windkraftanlagen eine führende Stellung ein. Wir müssen nun die Chance ergreifen, auch in der Erforschung dieser zukunftsweisenden Energiequelle einen nationalen und internationalen Spitzenplatz einzunehmen."



Der Wissenschaftsrat hatte im Jahr 1999 in seiner Stellungnahme zur Energieforschung in Deutschland empfohlen, einen Schwerpunkt der Windenergieforschung an einer küstennahen Universität in enger Zusammenarbeit mit unabhängigen Forschungseinrichtungen und der Industrie einzurichten. Der niedersächsische Forschungsverbund Windenergie, der zum August 2003 seine Arbeit aufnimmt, führt Wissenschafts- und Wirtschaftsvertreter enger zusammen und ermöglicht so praxisnahe Lösungen. Ziel des Forschungsverbundes ist es, die zukunftsweisende, jedoch noch als Neuland betrachtete Offshore-Technik zu erforschen und für die Energiegewinnung nutzbar zu machen. Darüber hinaus werden sich die beteiligten Wissenschaftler und Unternehmen mit Fragen der maritimen Sicherheit befassen.

Aus der Wirtschaft haben bereits namhafte Firmen wie Siemens, Enercon und Hochtief ihre Zusammenarbeit zugesagt. An den Universitäten Oldenburg und Hannover werden Wissenschaftler aus den Bereichen Meteorologie, Materialwissenschaften, Energietechnik, Küsteningenieurwesen und Bautechnik zusammenarbeiten. Neben den Kooperationspartnern aus der Wirtschaft sollen auch andere kompetente Hochschulen und Forschungseinrichtungen an dem Forschungsverbund beteiligt werden.

"Auch in Zeiten knapper Kassen müssen wir in Zukunftstechnologien investieren", sagte Stratmann. "Die Windenergie zählt in Niedersachsen eindeutig zu den Stärken - und die werden wir weiter ausbauen." Letztlich käme die Investition nicht nur Niedersachsen als Wissenschaftslandschaft, sondern auch als Wirtschaftsstandort zugute. Mit dem jetzt eingerichteten Forschungsverbund könnten die Wirtschaftsleistung der Nordwest-Region mit ihrer international führenden Stellung in der Windenergie nachhaltig gestärkt und weitere Arbeitsplätze geschaffen werden.

Dörte Brankow | idw

Weitere Berichte zu: Forschungsverbund Windenergie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Kieler Projekt „FucoSan – Gesundheit aus dem Meer“ erhält 2,2 Millionen Euro
27.07.2017 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Basis für neue medikamentöse Therapie bei Demenz

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Aus Potenzial Erfolge machen: 30 Rittaler schließen Nachqualifizierung erfolgreich ab

27.07.2017 | Unternehmensmeldung

Biochemiker entschlüsseln Zusammenspiel von Enzym-Domänen während der Katalyse

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie