Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Programm "Kompetenzen fördern" für Jugendliche mit schlechteren Startchancen

10.07.2003


Bulmahn: "Mit der richtigen Förderung geben wir allen eine Chance"

Mit dem Programm "Kompetenzen fördern" unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Jugendliche mit schlechteren Startchancen beim Einstieg in die berufliche Ausbildung. "Mit der richtigen Förderung geben wir allen eine Chance", sagte Bulmahn am Donnerstag in Berlin auf der Konferenz "Alle mit ins Boot nehmen - Berufliche Qualifizierung für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf". Auch Schulabgängern ohne Abschluss und mit schlechten sprachlichen Leistungen müsse der Einstieg in eine berufliche Karriere ermöglicht werden.

Die Ministerin verwies auf den Zusammenhang zwischen schulischem Versagen und Jugendarbeitslosigkeit. Jährlich verließen fast 90.000 Jugendliche die Schule, ohne mindestens einen Hauptschulabschluss erreicht zu haben. "Dazu brauchen wir vor allem auch leistungsfähigere Schulen, die besser auf eine Berufsausbildung vorbereiten." Eine gute Ausbildung sei die Voraussetzung für einen auf Dauer sicheren Arbeitsplatz.

Als Teil der Ausbildungsoffensive 2003 fördere die Bundesregierung die Berufsvorbereitung und -ausbildung von noch nicht ausbildungsfähigen und benachteiligten Jugendlichen. Mit Unterstützung durch das BMBF werde Benachteiligtenförderung flexibler und passe sich an die unterschiedlichen Bedürfnisse der jungen Menschen an. Die Berufsausbildungsvorbereitung sei nach den Vorschlägen der Hartz-Kommission in das Berufsbildungsgesetz aufgenommen worden. "Gerade in unserer alternden Gesellschaft müssen wir das gesamte Potenzial unserer jungen Generation für die wirtschaftliche Zukunft nutzen", sagte die Ministerin. "Wir können nicht zulassen, dass bei uns noch immer rund 15 Prozent eines Jahrgangs ohne abgeschlossene Berufsausbildung bleiben."

Für das vom BMBF im Jahr 2001 konzipierte Benachteiligtenprogramm (BQF-Programm) stehen bis 2006 rund 53 Millionen Euro, etwa zur Hälfte finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, bereit. Damit würden unter anderem bis Ende des Jahres über 100 Projekte gefördert. Bis zu 15.000 Jugendliche profitieren von den BQF-Aktivitäten. Indirekt betroffen ist der größte Teil der über 200.000 Jugendlichen, die sich jährlich in schulischen und außerschulischen Ausbildungsvorbereitungen befinden. Im Vordergrund des BQF-Programms stehen Vorhaben zur Verbesserung der Förderstrukturen, der Prävention gegen Ausbildungslosigkeit und zur Unterstützung von Migrantinnen und Migranten bei der Integration in die Ausbildung.

Bulmahn betonte, dass sich die berufliche Benachteiligtenförderung am Arbeitsmarkt orientieren müsse. "Unter dieser Voraussetzung sind wird bereit, weniger komplexe, auch zweijährige und gestufte Ausbildungen zu schaffen." Diese seien insbesondere für benachteiligte Jugendliche wichtig.

Die Konferenz in Berlin organisiert das BMBF gemeinsam mit der Friedrich-Ebert Stiftung. Die rund 400 angemeldeten Teilnehmer befassen sich mit der Situation von Jugendlichen, die auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf besonderer Unterstützung bedürfen und dem Stand der Umsetzung des BMBF-Programms. Die Konferenz ist Teil der Ausbildungsoffensive 2003 zur Verbesserung der Ausbildungsstellensituation.

Pressereferat | BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Ausbildungsoffensive Benachteiligtenförderung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Virenforschung
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht International ausgezeichnet! Rittal gewinnt „Cooling Oscar“
20.10.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie