Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

43 Millionen Euro für die deutsche Raumfahrtindustrie

28.05.2003


ESA-Ministerrat fasst Beschluss über die Zukunft der Ariane

Das europäische Trägerraketensystem Ariane wird neu aufgestellt. Darauf verständigte sich der Ministerrat der Europäischen Weltraumorganisation ESA unter Vorsitz von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn am Dienstag in Paris. "Wir haben die Verantwortlichkeiten klar geregelt und mit der Industrie einen Festpreis von 136 Millionen Euro pro Start vereinbart," sagte die Ministerin. Damit seien die zentralen deutschen Forderungen realisiert. Voraussetzung für den Erfolg sei der vereinbarte Umbau der europäischen Raumfahrtindustrie.

Zukünftig werde nur noch ein Unternehmen für die Funktionstüchtigkeit der Träger verantwortlich sein. Die ESA erhalte gleichzeitig die volle Kontrolle über das Programm.

"Damit haben wir die Weichen für die Zukunft gestellt", sagte die Ministerin. Nach dem Fehlstart der Ariane 5 im Dezember vergangenen Jahres, werde die 10 Tonnen Rakete in der Industrie wieder flugfähig gemacht. Die ESA stelle für den so genannten Recovery-Plan bis zum Jahr 2005 rund 228 Millionen Euro durch Umschichtungen im Haushalt bereit. Auf die deutsche Wirtschaft entfallen davon rund 43 Millionen Euro.

Bulmahn betonte das gemeinsame Interesse von Politik und Wirtschaft an einem gesicherten europäischen Zugang zum Weltraum. Die Wiederherstellung der Ariane sei von bedeutenden Eigenleistungen der Industrie abhängig. Die ESA werde die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Ariane mit noch einmal 960 Millionen Euro bis zum Jahr 2009 abschließend unterstützen.

Neben der Ariane soll das russische Sojus-System in die europäische Raumfahrt integriert werden. Der ESA-Ministerrat habe dafür Sojus den Zugang nach Kourou geöffnet, hob die Ministerin hervor. "Europa gibt damit Russland ein wichtiges Signal für eine verstärkte Zusammenarbeit in der Raumfahrt". In diesem Zusammenhang beschloss der ESA-Ministerrat einen 3-jährigen Überbrückungsvertrag in Höhe von 24 Millionen Euro zur Vorbereitung künftiger Trägerentwicklungen.

Die ESA-Konferenz beschloss zudem die Freigabe von rund 124 Millionen Euro für den Aufbau und Betrieb der Internationalen Raumstation ISS. Damit werde auch das europäische Transportsystem ATV finanziert, das vor allem in Deutschland gebaut wird, sagte Bulmahn. "Der Beschluss sichert hochqualifizierte Arbeitsplätze". Außerdem vereinbarten die ESA-Minister eine stärkere Zusammenarbeit zwischen ESA und EU. Diese habe mit der Einigung über das Satellitennavigationssystem Galileo einen wichtigen Impuls bekommen, sagte die Ministerin.

Pressereferat | BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: ESA Raumfahrt Raumfahrtindustrie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise