Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie Gene an- und abgeschaltet werden

22.05.2003


Zum dritten Mal geht der Karl-Freudenberg-Preis der Heidelberger Akademie der Wissenschaften an einen Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums

... mehr zu:
»Epigenetik »Genaktivität

Dr. Frank Lyko, Leiter der Arbeitsgruppe Epigenetik des Deutschen Krebsforschungszentrums, erhält den diesjährigen Karl-Freudenberg-Preis für die Entdeckung eines bislang unbekannten Systems zur Regulation der Genaktivität bei der Taufliege Drosophila. Damit geht die mit 6000 Euro dotierte Auszeichnung bereits zum dritten Mal an einen Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Gene nach Bedarf gezielt an- oder abschalten zu können ist eine der Grundvoraussetzungen, damit sich Lebewesen entwickeln und auf veränderte Umweltbedingungen einstellen können. Das noch junge Forschungsgebiet der Epigenetik untersucht, wie chemische Veränderungen der Erbsubstanz, beispielsweise das Ankoppeln von Methylgruppen, die Genaktivität steuern. Bis zu Lykos Entdeckung waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass Drosophila im Gegensatz zu den meisten anderen untersuchten Organismen kein System zur Methylierung der DNS hat. Da sich die Taufliege besonders gut für genetische Experimente eignet, untersucht die Arbeitsgruppe um Frank Lyko nun, ob sich Krebszellen durch entsprechende Umprogrammierung wieder auf den rechten Weg bringen lassen. Bei der Preisverleihung wird Lyko erläutern, welche Rolle die epigenetische Genregulation bei der Krebsentstehung spielt und warum das Klonen von Säugetieren häufig scheitert.


Der Karl-Freudenberg-Preis wird von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften an junge Forscher in Baden-Württemberg für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit verliehen. Frühere Preisträger im Deutschen Krebsforschungszentrum sind Prof. Dr. Peter Lichter (1991) und Prof. Dr. Christof Niehrs (1998).

Die Preisverleihung findet am Samstag, dem 24. Mai 2003, um 11 Uhr im Rahmen der Jahresfeier der Heidelberger Akademie der Wissenschaften in der Alten Aula der Ruprecht-Karls-Universität statt (Grabengasse 1, 69117 Heidelberg). Gäste und Journalisten sind herzlich eingeladen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten (Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Uta Hüttig, Tel. 06221-543400).


Dr. Julia Rautenstrauch | Deutsches Krebsforschungszentrum
Weitere Informationen:
http://www.dkfz.de/presse/pminhalt.htm

Weitere Berichte zu: Epigenetik Genaktivität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie