Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Max-Planck-Wissenschaftler holen drei der acht begehrten "Career Development Awards 2003"

08.04.2003


Frank Bradke, Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Martinsried, Jan U. Lohmann, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen sowie Olaf Stemmann, Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried, haben sich in diesem Jahr unter den zahlreichen Bewerbern um die mit bis zu 180.000 US-Dollar dotierten "Career Development Awards" des Human Frontier Science Program erfolgreich durchgesetzt.



Zu den weiteren Preisträgern gehören je ein Wissenschaftler aus Belgien, Dänemark, Japan, Korea und China. Die "Career Development Awards" genießen international eine hohe Reputation unter Wissenschaftlern und öffnen den Stipendiaten die Tür zu den besten Labors. "HFSP ist der Nährboden, auf dem die zukünftigen Stars der internationalen Wissenschaftsszene heranwachsen", so HFSP-Generalsekretär Torsten Wiesel.

... mehr zu:
»HFSP


Im Jahre 1989 auf Initiative Japans gegründet, fördert die HFSP, Human Frontiers Science Program Organisation Grundlagenforschung zur Aufklärung komplexer biologischer Mechanismen. Diese reichen von biologischen Funktionen auf molekularer Ebene bis hin zu höheren Hirnfunktionen. Mitglieder der Organisation sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Schweiz, die USA sowie die Europäische Kommission. Zur Finanzierung dieses weltweit sehr angesehenen Programms zur Förderung der interkontinentalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit stehen jährlich etwa 60 Millionen US-$ zur Verfügung.

Ein Hauptanliegen der HFSP-Organisation ist die Förderung neuartiger interdisziplinärer Forschungsprojekte in den Biowissenschaften in Länder und Kontinente überschreitender Kooperation. HFSP fördert hierbei auch die Einbeziehung anderer Fachdisziplinen, wie Chemie, Physik, Mathematik, Informatik und Ingenieurwissenschaften, da neue Ideen und Methoden häufig an den Grenzen bestehender Disziplinen entwickelt werden.

Besonderes Gewicht wird auf die Förderung von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern gelegt, die sich noch am Anfang ihrer Karriere befinden. Dafür stehen verschiedene Forschungsstipendien (Long-Term-Fellowships; Short-Term-Fellowships) zur Verfügung. Darüber hinaus können sich Langzeitstipendiaten nach Abschluss ihres Auslandsaufenthaltes um spezielle "Career Development Awards" bewerben, mit denen sie sich in einem Zeitraum von 2 bis 3 Jahren eine unabhängige wissenschaftliche Existenz in ihrem Heimatland aufbauen können. Die Förderung umfasst jährlich 40.000 US-$ für Personal und 50.000 US-$ für Forschungsausgaben.

"HFSP bietet jungen Wissenschaftlern in den Biowissenschaften ideale Möglichkeiten, mit anderen Forschergruppen auf der ganzen Welt Kontakte zu knüpfen", sagt Prof. Detlef Weigel, Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, in dessen Labor einer der deutschen Preisträger als Gruppenleiter arbeitet. "Zudem ist es für junge Wissenschaftler auf ihrem Karriereweg eine wichtige Auszeichnung, mit einem HFSP-Stipendium bedacht zu werden." Die ausgezeichneten Erfahrungen, die mit dem HFSP auch in Deutschland gemacht werden, lassen sich nach seinen Worten mit folgenden Stichworten zusammenfassen: hohe Qualität der Forschung, weltweite Zusammenarbeit, effiziente Administration.

Die stetig steigende Anzahl an eingereichten Anträgen zeugt vom Erfolg dieses Programms. Zudem lässt die Grundlagenforschung auf den vom HFSP geförderten zukunftsträchtigen Gebieten längerfristig bedeutende Impulse für die Anwendung erwarten, beispielsweise auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz und Robotik sowie bei der Behandlung von neurodegenerativen Krankheiten.

Dr. Andreas Trepte | idw
Weitere Informationen:
http://www.hfsp.org

Weitere Berichte zu: HFSP

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie
19.09.2017 | Paul-Martini-Stiftung (PMS)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften