Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Erkenntnisse zum Automobil

13.02.2003


Ernst-Schoemperlen-Stiftung zeichnet wissenschaftliche Arbeiten aus


Wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Kraftfahrzeugtechnik und der Kraftfahrzeugwirtschaft an der Universität Karlsruhe fördert die Ernst-Schoemperlen-Stiftung jedes Jahr mit Preisen für herausragende Arbeiten. Im Forschungszentrum Umwelt der Fridericiana überreichten nun Professor Dr. Horst Hippler, der Rektor der Universität, und der Sprecher des Vorstandes der S&G Automobil Aktiengesellschaft, Manfred Merkel, die Auszeichnungen an Dr. Markos Troulis, Dr. Jürgen Heilig, Markus Joachim Heneka und Thomas Rambow.

Rektor Hippler stellte die Preisträger vor. Von den aus den Fakultäten für Maschinenbau, für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie für Wirtschaftswissenschaften eingegangenen Vorschlägen wurden zwei Dissertationen und zwei Diplomarbeiten ausgewählt. S&G-Vorstandssprecher Merkel beschrieb das Lebenswerk des Firmengründers Ernst Schoemperlen, Namensgeber der 1988 errichteten Stiftung, die bereits zum zwölften Mal ihre Preise vergab. Schoemperlen gründete im Jahre 1898 seine "Automobil-Centrale". Von dem mit visionärer Kraft begabten Unternehmer ist der Satz überliefert: "Autos müssen Zwerge an Gewicht und Elefanten an Leistung sein."


Die Preisträger präsentierten ihre Arbeiten in Kurzvorträgen: Den mit 5000 Euro dotierten ersten Preis erhielt Dr. Markos Troulis für seine am Institut für Maschinenkonstruktionslehre und Kraftfahrzeugbau angefertigte Dissertation "Übertragungsverhalten von Radaufhängungen für Personenwagen im komfortrelevanten Frequenzbereich - Simulationsmodell, experimentelle Untersuchungen und Konzeption einer Prüfeinrichtung." Troulis stellt neue Methoden bereit, mit denen sich das Übertragungsverhalten des Gesamtsystems Reifen-Radaufhängung systemunabhängig beschreiben lässt. Diese Methoden können auch dazu verwendet werden, den Fahrkomfort an Gesamtfahrzeugmodellen zu untersuchen und zu optimieren.

Den zweiten Preis von 3000 Euro bekam Dr. Jürgen Heilig für seine am Institut für Technische Mechanik entstandene Dissertation "Instabilitäten in Scheibenbremsen durch dynamischen Reibkontakt". Heilig befasst sich mit Bremsgeräuschen - wie dem Quietschen - als Folgen von Systeminstabilitäten einer Bremse. Seine Arbeit liefert einen praxisnahen Beitrag zur Dynamik von Scheibenbremsen, der es ermöglicht, Bremseigenschaften künftig bereits in der Entwicklungsphase besser vorauszusagen.

Einen mit 1000 Euro dotierten dritten Preis erhielt Markus Joachim Heneka für seine Diplomarbeit "Messtechnik zur Charakterisierung neuartiger Abgassensoren", die er am Institut für Werkstoffe der Elektrotechnik verfasst hat. Mit seiner Arbeit schafft er die Grundlage für eine neuartige Generation von Sensormesstechniken am Institut, welche die künftige Entwicklung der Abgassensoren beschleunigt und nachhaltig verbessert. Thomas Rambow nahm einen weiteren dritten Preis von 1000 Euro entgegen für seine am Institut für Industrielle Informationstechnik angefertigte Diplomarbeit "Entwurf eines echtzeitfähigen Motormodells". Ihre anwendungsnahen Ergebnisse ermöglichen die Berechnung aller wichtigen und bei der Entwicklung erforderlichen Parameter für einen Vierzylinder- Dieselmotor in Echtzeit.

Zusätzlich zu diesen Preisen unterstützt die Ernst-Schoemperlen- Stiftung ein Forschungsprojekt von Thomas Schneider vom Institut für Werkstoffe für Elektrotechnik mit 1000 Euro. Es trägt den Titel "Chemical Potential Diagrams für layer-interfaces of resistive exhaust gas sensors".

| Universität Karlsruhe

Weitere Berichte zu: Dissertation Elektrotechnik Informationstechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten

Stoßlüften ist besser als gekippte Fenster

29.03.2017 | Medizin Gesundheit