Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Forschungspreis für die Optischen Technologien

13.12.2002



Anwendungen optischer Sensorik in der motorischen Verbrennung und Medizin
(Quelle: Volkswagen AG, LINOS AG)


Herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Optischen Technologien zu fördern, dafür steht ein neuer Name in der Landschaft deutscher Förderpreise: der Kaiser-Friedrich-Forschungspreis. Er ist mit 15.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre unter einem besonderen Schwerpunktthema (2003 "Optische Sensorik") an deutsche Wissenschaftler oder Forschungsgruppen vergeben.


Gefördert werden Ergebnisse aus der Forschung, die ein hohes Innovationspotential für technische und naturwissenschaftliche Entwicklungen und eine deutliche Perspektive für die Umsetzung in neue Produkte oder Verfahren erkennen lassen.

Dr.-Ing. Jochen Stöbich, Geschäftsführer des Unternehmens Stöbich Brandschutz GmbH & Co. KG in Goslar und Stifter des Forschungspreises, möchte mit dem Wettbewerb vor allem die angewandte Forschung als Gemeinschaftsaufgabe mittelständischer Unternehmen im Bereich der Optischen Technologien forcieren. Er ist überzeugt davon, dass dem Werkzeug Licht als Querschnittstechnologie und wichtiger Schlüssel für Innovationen in zahlreichen Wirtschaftszweigen eine besondere Bedeutung zukommt. Vor einem Jahr hatte die Firma Stöbich den Wettbewerb erstmalig und unter dem Namen Friedrichspreis für Innovationen im Brandschutz ausgeschrieben.


Im Jahr 2003 wird der Kaiser-Friedrich-Forschungspreis dem Schwerpunktthema "Optische Sensorik" gewidmet. Gegenwärtige Einsatzbereiche optischer Sensoren sind in der Umwelt- und industriellen Prozesskontrolle, Qualitätsüberwachung, Arbeitssicherheit, Biotechnologien sowie der medizinische Chirurgie, Diagnostik und Therapie zu finden. So ermöglicht moderne optische Sensorik die kontinuierliche Erfassung von Gaskonzentrationen in unterschiedlichsten Medien (motorische und thermische Verbrennung, Atemluft, Atmosphäre), Messungen der Belastung verschiedenster chemischer Komponenten in Gewässern, Böden und Prozessmedien bis hin zur online Diagnostik von Schweißnähten bei der Materialbearbeitung oder der Laserchirurgie, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Eine hochrangige Jury aus Wissenschaft und Industrie wird den Preisträger ermitteln. Am 13. Mai 2003 erfolgt die feierliche Verleihung des Kaiser-Friedrich-Forschungspreises im Rahmen des InnovationsForum Photonik in der Kaiserpfalz zu Goslar. Dieser Ort hat bereits durch den hier jährlich verliehenen bundesdeutschen Kunstpreis "Kaiserring" weltweit Bedeutung erlangt. Große Namen wie Henry Moore und Joseph Beuys gehören zu den Preisträgern und haben im Park der Kaiserpfalz ihre Spuren hinterlassen.

In Anlehnung an diese Tradition möchte das Forum - wenn auch nicht auf internationaler, so doch auf nationaler Ebene - mit der Verleihung des Kaiser-Friedrich-Forschungspreises bedeutende wissenschaftliche Entwicklungen in den Optischen Technologien würdigen und in einen gebührenden Rahmen stellen. Hochrangige Persönlichkeiten aus Wissenschaft und angewandter Forschung für die Optischen Technologien werden in Vorträgen die Potentiale dieser Schlüsseltechnologien an ausgewählten, aktuellen Beispielen vorstellen. (Bitte beachten Sie hierzu gesonderte Ankündigungen ab Februar 2003).

Parallel zum Kaiser-Friedrich-Forschungspreis wird außerdem ein Posterwettbewerb ausgeschrieben, der sich an den regionalen Wissenschaftsnachwuchs in der Forschungsregion Hannover - Göttingen - Clausthal - Braunschweig wendet. Hier werden noch einmal 1000 Euro als Anerkennung für besondere Forschungsleistungen von Hochschulabsolventen (Diplomanden und Doktoranden) auf dem Forum ausgelobt. Die Posterausstellung soll die Forschungsaktivitäten im Bereich Photonik/Optische Technologien der im Raum Südniedersachsen angesiedelten Universitäten und Forschungseinrichtungen in der Öffentlichkeit darstellen, um hieraus mögliche neue wirtschaftliche Impulse für die Region zu erschließen.

Organisiert wird der Kaiser-Friedrich-Forschungspreis vom niedersächsischen Kompetenznetz für Optische Technologien - PhotonicNet, der TU Clausthal und der Firma Stöbich Brandschutz.

Und warum Kaiser-Friedrich?!
Friedrich II. von Hohenstaufen (Enkel des Friedrich Barbarossa) war von 1220 an dreißig Jahre lang Kaiser des Deutschen Reiches. Aufgewachsen in Palermo, sprach er mehrere Sprachen und galt als eine der herausragenden wissenschaftlichen Persönlichkeiten des Mittelalters. Nicht von ungefähr erhielt er den Beinamen Stupor mundi - das Staunen der Welt. Gleich im ersten Jahr seiner Regentenzeit gründete er die Universität Neapel. Er modernisierte während seiner Regentenzeit die Staatsverwaltung, indem er die adligen Territorialherren durch Beamte ersetzte. Neben Themen der Philosophie und Religion, staatstheoretischen sowie sozialwissenschaftlichen Fragestellungen, galt sein besonderes Interesse der Biologie.

Die kleine Stadt Goslar, im nordwestlichen Teil des Harzes gelegen, war für Friedrich II. auf seinen Reisen durch das Reich wichtige Station. Denn der wunderschöne Ort mit der herrschaftlichen Kaiserpfalz war der berühmteste Wohnsitz des Reiches und Schauplatz vieler Reichstage.


Bitte beachten!
Start der Ausschreibung: 16. Dezember

Kontakt:
PhotonicNet GmbH
Geschäftsstelle Göttingen
Anja Nieselt-Achilles
Von-Ossietzky-Str. 99
37085 Göttingen

Tel.: 0551-30572-22
Fax: 0551-30572-11
E-Mail: anja.nieselt@photonicnet.de


Anja Nieselt-Achilles | idw
Weitere Informationen:
http://www.photonicnet.de
http://www.kaiser-friedrich-forschungspreis.de

Weitere Berichte zu: Brandschutz Forschungspreis Sensorik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie