Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medizinischer Förderpreis für fünf Grazer Wissenschaftler

09.12.2002


Auszeichnung der Aventis-Stiftung für Messmethode in der Immunologie

... mehr zu:
»Herzmuskelzelle

Fünf junge Wissenschaftler und ihre Teams sind heute, Freitag, in Graz für ihre Arbeiten mit dem Preis der Aventis Stiftung zur Förderung der medizinischen Forschung ausgezeichnet worden. Das Preisgeld beträgt insgesamt 10.400 Euro. Insgesamt werden jährlich 40.000 Euro für die medizinischen Fakultäten von Graz, Innsbruck und Wien zur Verfügung gestellt. Die Preisträger werden von einem Kuratorium aus Professoren der Universität bestimmt.

Ausgezeichnet wurde die Arbeit "Nachweis einzelner Molelüle" vom Wissenschaftlerteam um Ulrike Demel von der Abteilung für Klinische Immunologie der Universität Graz. Das Team entwickelte einen neuen und ultra-sensitiven Ansatz, der schnell und genau die Identifizierung fluoreszierender Moleküle erlaubt. Das Verfahren könnte in der Immunologie und der Immunohämatologie breite Anwendung finden. Ausgezeichnet wurde auch die Wissenschaftlerin Tamara Egger vom Institut für Medizinische Biochemie und Medizinische Molekularbiologie. Egger konnte in ihrer Arbeit zeigen, wie das antioxidativ wirkende Vitamin E die Bildung der zellschädigenden freien Radikale blockiert. "Diese Befunde könnten zu einem besseren Verständnis der die Nervenzellen im Zentralnervensystem schützenden Eigenschaften von Vitamin E führen", erklärte Egger.


Ein weiterer Preisträger ist das Team um Christine Helige vom Institut für Histologie und Embryologie für ein Modell, das die Forschungen auf dem Gebiet "Abläufe in der Frühschwangerschaft" vorantreiben soll. Sie entwickelten ein 3D-Gewebskulturmodell, um das Eindringen des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut zu untersuchen. Ausgezeichnet wurde weiters das Team um Elisabeth Mahla von der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Es entwickelte eine neue Untersuchungsmethode, die eine bestimmte Patientengruppe identifiziert. Bei diesen führt der durch die Operation und die nachfolgende Wundheilung verbundene Stress zur Schädigung von Herzmuskelzellen und somit zu akuten Herz-Kreislauf-Komplikationen. Am besten eignet sich demnach die Elektronenstrahl-Computertomographie. Die Untersuchungsmethode identifiziert Patienten, die besonders gefährdet sind, im Zuge einer gefäßchirurgischen Operation eine Schädigung der Herzmuskelzellen mit Verminderung der Herzleistung zu erleiden.

Das Wissenschaftler-Team um Gernot Zollner von der Abteilung für Gastroenergologie und Hepatologie der Universitätsklinik für Innere Medizin erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung eines Tiermodells, an dem wesentliche Teile der Krankheitsabläufe der Gelbsucht geklärt werden konnten. Im Speziellen beschäftigten sich die Forscher mit der Rolle des wichtigsten Gallensäure-Aufnahme-Proteins Ntcp.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.aventis.at/stiftung/index.php

Weitere Berichte zu: Herzmuskelzelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro
21.02.2018 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2018 für Tübinger Neurowissenschaftler
21.02.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics