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Fördermittel von rund 1,1 Millionen Euro pro Jahr für Deutsch-Kanadische Forschungskooperationen

21.11.2002


Helmholtz-Präsident Prof. Walter Kröll und Präsident des NRC, Dr. Artur Carty


Deutsch-Kanadische Forschungskooperation: Helmholtz-Gemeinschaft und Kanadischer National Research Council fördern elf gemeinsame Projekte.


Gute Nachrichten für Wissenschaftler in Deutschland und Kanada, die gemeinsam forschen wollen: Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und der National Research Council of Canada (NRC) stellen dieser Tage elf Forschergruppen Fördermittel für die nächsten drei Jahre in Aussicht. Die Zuschüsse in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro pro Jahr stammen aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Helmholtz-Gemeinschaft und dem NRC. Der gleiche Betrag wird von den beteiligten Institutionen aus eigenen Mitteln beigesteuert.

"Diese Projekte sollen sich in den nächsten Jahren zu Kristallisationskernen für transatlantische Exzellenznetzwerke entwickeln", erklärt der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Professor Dr. Walter Kröll. Die elf Forschungsvorhaben kommen aus den Bereichen Nanotechnologie, Gesundheitsforschung, Luftverkehr und Lasertechnologie. Sie wurden von einem hochrangigen deutsch-kanadischen Lenkungsausschuss nach strengen Kriterien aus 32 sehr gut bewerteten Projekten ausgewählt. Zukunftsorientierung der Themen, wissenschaftliche Exzellenz, Originalität und ein überzeugendes Konzept für die deutsch-kanadische Zusammenarbeit: Zu jedem Projektvorschlag holten die Helmholtz-Gemeinschaft und der NRC Gutachten internationaler Experten ein, um die hohe Qualität der geförderten Projekte zu sichern. Besonders geprüft wurde, ob Nachwuchswissenschaftler beteiligt und Partner aus anderen Forschungsorganisationen einbezogen werden.


Kooperation über Grenzen hinweg

In den geförderten Projekten werden auf deutscher Seite Gruppen aus vier Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, dem Deutschen Krebsforschungszentrum, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, dem Forschungszentrum Jülich und dem Forschungszentrum Karlsruhe, und eine größere Zahl von Gruppen aus den Hochschulen, der Max Planck-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft beteiligt sein.
Die Wissenschaftskooperation mit dem kanadischen National Research Council ist für die Helmholtz-Gemeinschaft wichtiges Element einer immer stärkeren Vernetzung mit leistungsfähigen nationalen und internationalen Partnern. Ziel der Helmholtz-Gemeinschaft ist es, in einer Kooperation über die Grenzen von Disziplinen und Organisationen hinweg, Lösungsansätze für große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zu erarbeiten. Hierbei ist der kanadische NRC aufgrund seiner ähnlichen Ziele ein besonders geeigneter Partner für die Helmholtz-Gemeinschaft.

Neue Qualität der Zusammenarbeit

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, begrüßte diesen Ausbau der Forschungskooperation: "Deutschland und Kanada haben auf dem Gebiet der Wissenschaft eine lebendige und ergiebige bilaterale Zusammenarbeit. Dies zeigen auch die jetzt von der Helmholtz-Gemeinschaft und dem kanadischen National Research Council gemeinsam ausgewählten Projekte. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einer neuen Qualität der deutsch-kanadischen wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit im vierten Jahrzehnt ihres Bestehens."

Grundlage für die Förderung der deutsch-kanadischen Forschungsprojekte ist ein Memorandum, das die Helmholtz-Gemeinschaft und der NRC am 15. Oktober letzten Jahres unterzeichnet haben. Diese Vereinbarung ergänzt und erweitert das deutsch-kanadische Abkommen über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit von 1971. Nähere Informationen zum NRC sind unter www.nrc.ca zu finden.

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,1 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Die 24 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft erbringen wissenschaftliche Spitzenleistungen in 6 Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft identifiziert und bearbeitet große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft, insbesondere durch die Erforschung von Systemen hoher Komplexität.

Kontakt:
Dr. Hinrich Thölken
Leiter Kommunikation und Medien
Helmholtz-Gemeinschaft
Telefon: 0228 30818-21/22
Telefax: 0228 30818-40
E-Mail: hinrich.thoelken@helmholtz.de

Cordula Tegen | idw
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de

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