Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschung in den Genen

17.07.2002

Der Wittener Student Michael Roßbach wurde für seine Arbeiten über Biosensoren zur Krebs-Früherkennung mit dem Förderpreis der Familie-Klee-Stiftung ausgezeichnet.



Gibt es Menschen, die die Begabung zum Forschen und Entdecken im Blut haben? Bei Michael Roßbach muss man diesen Eindruck einfach gewinnen. Der 24 Jahre alte Student der Biowissenschaften an der privaten Universität Witten/Herdecke hat für seine Forschungen bereits in der Jugend zahlreiche Preise gesammelt. Seine neueste Auszeichnung: Die Studienstiftung des deutschen Volkes überreichte ihm den Förderpreis 2002 der Familie-Klee-Stiftung "für herausragende Leistungen im Bereich der medizintechnischen Wissenschaften". Hinter dieser Formulierung verbergen sich Roßbachs Arbeiten an einem zukunftsweisenden Projekt: Im Rahmen eines Stipendiums an der University of New South Wales (UNSW) in Sydney, Australien, hat Michael Roßbach an der Entwicklung von Biosensoren für genetische Mutationen mitgearbeitet. Die Sensoren sind in der Lage, genetische Veränderungen in menschlichen Zellen, wie sie zum Beispiel bei Krebs auftreten, bereits in einem sehr frühen Stadium zu erkennen. Inzwischen läuft für diese Erfindung das Patentverfahren in den USA. Roßbachs Forschertrieb brach früh aus: "Mit acht Jahren bekam ich von meinen Eltern einen Chemiebaukasten geschenkt", erinnert er sich. Daraus wurde bald ein kleines Labor, das zur Beruhigung der besorgten Eltern zunächst im Gartenhaus untergebracht wurde. Vier Jahre später nahm der Gymnasiast aus Wissen in Rheinland-Pfalz erstmals am Landeswettbewerb Jugend forscht teil, untersuchte den Wassertransport in Moospflanzen. Ein Sonderpreis war die Folge - die erste von vielen Auszeichnungen. Da wundert es nicht, dass Industrie und Wissenschaft bald auf den jungen Forscher aufmerksam wurden: Der Laborausrüster Eppendorf AG finanzierte ihm ein medizinisch-biologisches Labor, und das Alfred-Wegner-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) lud ihn zu mehreren Forschungsreisen in die Arktis ein. Seit Oktober 2001 studiert Michael Roßbach Biowissenschaften an der privaten Universität Witten/Herdecke. Hier will er im nächsten Jahr - nach einem weiteren Aufenthalt in Sydney - sein Diplom ablegen. Und danach? "Noch ist nichts entschieden", meint Michael Roßbach. Eine Promotion könnte sich der junge Forscher sowohl in Sydney als auch an der renommierten Harvard-Universität vorstellen. Kontakt: Michael Roßbach, Tel: 0171/4520282

Christiane Bensch | idw

Weitere Berichte zu: Biowissenschaft Förderpreis Gen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie