Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Endrunde des diesjährigen INSTI-Erfinderclubwettbewerbs in Bonn

07.06.2002


Staatssekretär Thomas lobt deutsche Erfinder und verleiht Preise im Gesamtwert von 15.000 Euro



Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Uwe Thomas, hat heute im Wissenschaftszentrum Bonn die Preisträger des diesjährigen INSTI-Erfinderclubwettbewerbs ausgezeichnet. Die Sachpreise haben einen Gesamtwert von 15.000 Euro. Die je drei Preisträger in den Kategorien Senioren und Junioren präsentierten in professioneller Weise technisch durchdachte Erfindungen mit deutlichem wirtschaftlichem Potenzial, für die allesamt Patente und Gebrauchsmuster angemeldet wurden und bei denen zum großen Teil schon konkrete Schritte der wirtschaftlichen Verwertung eingeleitet sind. Auch die drei Siegerteams in der Kategorie der ’Mini-Forscher’ (Kinder bis 13 Jahre) konnten Erfindungen vorweisen, die man sich gut im Verkaufsregal vorstellen kann.



’Entwickeln Sie eine Erfindung für die Welt von morgen’ - das war die Aufgabenstellung im diesjährigen Erfinderclubwettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ’i hoch 3 - insti ideen impulse’. Unter der Schirmherrschaft von Ministerin Bulmahn nahmen 52 Teams von Erfinderinnen und Erfindern aus ganz Deutschland diese Herausforderung an.

Forschungsstaatssekretär Thomas erklärte: ’Das Ergebnis, das heute im Wissenschaftszentrum Bonn der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, zeigt wieder einmal: die Vorstellung vom tüftelnden Privaterfinder, der in seiner Werkstatt unbeachtet von der Öffentlichkeit nette Kleinigkeiten für das tägliche Leben zusammenschraubt, gehört ins Reich der Legenden.’

Am weitesten bei der Vermarktung ist das Team von der INSTI-AG für naturwissenschaftliche und technische Innovationen aus Mechernich (NRW), das den 1. Platz bei den Senioren belegte. Ihr neues medizinisches Implantat gegen Harninkontinenz TULIP wurde bereits zur Grundlage einer Unternehmensgründung. Auch die weiteren Preisträger der Senioren sind mit ihren Erfindungen, dem neuen Minenräumgerät MinenWolf und dem individuell an das Ohr des Trägers angepassten Kopfhörer Ear-Phone-Inlay, auf dem Weg zum Markt - ebenso wie der innovative Party-Teller von Yvonne Bäuerle und Stefan Mutter aus Waldshut (Baden-Württemberg), mit dem der Gast Speisen, Glas und Serviette fest im Griff hat.

Die Produktion des Partytellers steht kurz bevor. Große Hoffnungen gibt es auch bei der solarbetriebenen Meerwasserentsalzungsanlage, die von vier Hauptschülerinnen und –schülern aus Schleiden (NRW) entwickelt wurde und dem Gips-Recyclingverfahren des Teams Ecology-Economy vom Gymnasium am Deutenberg in Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg). Mit einem universellen Fassungsadapter aus Pfaffenhofen (Bayern), dem Wischgerät Tafel-Kombi aus Freiburg (Baden-Württemberg) und der Gießkanne Gießbert 2002 aus Schwerte (NRW) stellten auch die Erfinder-Kids ihre Fähigkeit zur Lösung technischer Probleme unter Beweis. Staatssekretär Thomas verteilte großes Lob: ’Diese herausragenden Leistungen verdienen unsere Anerkennung.’

Alle heute ausgezeichneten Erfindungen stammen aus einem der 130 INSTI-Erfinderclubs, die im Rahmen des BMBF-Projekts zur Innovationsstimulierung INSTI gegründet wurden. In den INSTI-Erfinderclubs finden sich kreative Menschen aus allen Altersgruppen und Bevölkerungsschichten zusammen, um gemeinsam durch Erfindungen die Grundlage für neue Produkte oder Verfahren zu schaffen. Erfinderclubs bieten hierfür die idealen Rahmenbedingungen. Hier finden gerade junge Menschen – die Ingenieurinnen, Ingenieure und die Techniker von morgen - das richtige Umfeld, um ihre technischen Begabungen zur Entfaltung zu bringen. Aber INSTI-Erfinderclubs beschränken sich nicht auf gemeinsames Erfinden. Durch Präsentationen der Erfindungen in der Öffentlichkeit sorgen Erfinderclubs dafür, dass die Leistungen sichtbar werden und Anerkennung finden. Und sie helfen auch bei der richtigen schutzrechtlichen Sicherung und der Vermarktung der Erfindung. Staatssekretär Thomas sagte abschließend: ’Gerade diese Ausrichtung auf die wirtschaftliche Praxis geben den INSTI-Erfinderclubs ihr besonderes Profil.’

Das BMBF unterstützt die Arbeit der INSTI-Erfinderclubs in den Jahren 2001 bis 2003 mit insgesamt 1,5 Millionen Euro.

Die Preisträgerinnen und Preisträger finden Sie unter http://www.bmbf.de/presse01/Pm0607_02Anlage.pdf


BMBF Bundesministerium fuer Bildung und Forschung
Pressereferat (LS 13)
Tel. 01888-57-5050
mailto:Presse@bmbf.bund.de

| pressreations.de
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/presse01/Pm0607_02Anlage.pdf
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vom Stroh zum Energieträger: Eintopf-Rezept für Wasserstoffgewinnung

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Steuern und Künstliche Intelligenz: WTS und DFKI auf der CEBIT

24.05.2018 | Messenachrichten

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics