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Optimale Bauteile und Power aus Wasserstoff

04.06.2002


Adam Opel Preis 2002 für RUB-Maschinenbauer ...
... sowie ThyssenKrupp Award und Fakultätsfest

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Wasserstoff, der Powerstoff, und optimale Bauteile, die die Hightech-Welt zusammenhalten, machten in diesem Jahr das Rennen: Für ihre Diplomarbeiten erhalten Matthias Finkenrath und Gregor Kotucha den mit 2.600 Euro dotierten Adam Opel Preis 2002. Er wird jährlich an die zwei besten Maschinenbau-Absolventen der RUB vergeben. Auf der Studien-Abschlussfeier am 7. Juni 2002 (ab 16.30 h, Hörsaal HIB) erhält zudem Patrick Luig die neue Auszeichnung ThyssenKrupp Student Award für die beste Diplomvorprüfung des Jahres 2001. Im Anschluss an die Studien-Abschlussfeier beginnt das Fakultätsfest der Bochumer Maschinenbauer in der Cafeteria des Gebäudes IB. Die Medien sind zu beiden Feiern herzlich eingeladen.

Was die Hightech-Welt zusammenhält

Die Anforderungen im modernen Fahrzeug- und Flugzeugbau sind hoch: benötigt werden optimal leichte und dennoch äußerst belastbare Bauteile, da hier die Gewichtsreduktion eine zentrale Rolle spielt. Gregor Kotucha arbeitete zunächst mit einem mechanischen Modell, bevor er den Optimierungsprozess solcher Bauteile als mathematisches Problem anging und mit numerischen Verfahren löste. Auf diese Weise konnte er sowohl die Strukturgeometrie von Komponenten (die äußere Form der Struktur) als auch ihre Topologie optimieren, d. h. die gezielte Verteilung der Masse auf die gesamte Struktur. Kotuchas Diplomarbeit ist am Lehrstuhl für Allgemeine Mechanik (Prof. Dr. Klaus Hackl) entstanden.

Power aus Wasserstoff: Regenerative Energieträger

Wer ausschließlich regenerative Energien nutzen will, kennt das Problem: die Sonne scheint gerade dann nicht, wenn man Licht und Wärme braucht. Die Lösung des Problems ist bisher, Energie zwischenzuspeichern, z. B. mit einer Batterie, die jedoch keine große Speicherkapazität hat. Matthias Finkenrath konnte die Zukunftstechnologie erneuerbarer Energieträger ein Stück voranbringen. Eine Alternative zur Batterie ist Wasserstoff. Er wird in Gastanks gespeichert und kann bei Bedarf mithilfe einer Brennstoffzelle wieder in elektrische Energie umgewandelt werden. Die Ergebnisse seiner Simulation haben Messdaten aus der Solar-Wasserstoffanlage PHOEBUS (Jülich) bestätigt. Finkenraths Arbeit entstand am Forschungszentrum Jülich und wurde vom Lehrstuhl für Regelungssysteme und Steuerungstechnik (Prof. Dr.-Ing. G. Reinig) der RUB betreut.

Die Preisträger

Gregor Kotucha (Jahrgang 1975) erhielt bereits im Mai 2001 eine Auszeichnung für die kürzeste Studiendauer im Absolventenzeitraum 2000/01. Seine Forschungsarbeiten zur Strukturoptimierung setzt er inzwischen als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mechanik an der Fakultät für Maschinenbau fort. Matthias Finkenrath (Jg. 1975) forscht und arbeitet als Doktorand am Forschungszentrum Jülich.

ThyssenKrupp Student Award

Erstmals wird in diesem Jahr der ThyssenKrupp Student Award an einen Nachwuchsingenieur vergeben. Patrick Luig (Jg. 1978) erhält die Auszeichnung für die beste Diplom-Vorprüfung des Jahres 2001 in der Regelstudienzeit von vier Semestern. Er erhält eine finanzielle Unterstützung von 500 Euro pro Semester und wird durch einen persönlichen Mentor von ThyssenKrupp unterstützt und begleitet.

Festvortrag "Versorgungswirtschaft"

Die Studien-Abschlussfeier begleitet das Streichtrio des Musischen Zentrums der RUB, die Urkunden uns Preise verleihen Prof. Dr. phil. Peter Svejda, Dekan der Fakultät, Dipl.-Ing. Jan Brems, Adam-Opel AG, sowie Dr. Ulrich Middelmann, ThyssenKrupp AG. Prof. Dr.-Ing. Hartmut Griepentrog, Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG, hält den Festvortrag "Versorgungswirtschaft - Strom-Gas-Wasser - interessant für Ingenieure?" Im Anschluss beginnt das Fakultätsfest der Bochumer Maschinenbauer, zu dem die Fakultät Absolventen, Studierende und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einlädt.

Weitere Informationen

Dr. Iris Bertozzi, Fakultät für Maschinenbau, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0234/32-27265, E-Mail: iris.bertozzi@ruhr-uni-bochum.de

Dr. Josef König | idw

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