Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Die Rolle von Minoritäten im Entwicklungsprozess"

21.03.2002


20 Jahre Entwicklungsländerpreis der Justus-Liebig-Universität Gießen - Vorschläge bis 30. April 2002 möglich

Der Entwicklungsländerpreis der Justus-Liebig-Universität Gießen für Verdienste um die Erarbeitung und Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Entwicklungsländer wird in diesem Jahr bereits zum 11. Mal verliehen. Die Preisverleihung erfolgt im zweijährigen Rhythmus.

In diesem Jahr ist mit dem Thema "Die Rolle von Minoritäten im Entwicklungsprozess" ein Problemkreis von außerordentlicher Brisanz und Zukunftsrelevanz angesprochen. Der von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Frankfurt am Main, gestiftete Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung erfolgt am 9. Dezember 2002 im Rahmen eines Festakts in der Aula der Universität. Es schließt sich ein wissenschaftliches Symposium vom 9. bis 11. Dezember 2002 auf Schloss Rauischholzhausen an.

Die Ausschreibung für den Entwicklungsländerpreis erfolgt weltweit. Es können Einzelpersonen, aber auch Arbeitsgruppen oder Institutionen ausgezeichnet werden. Selbstbewerbungen sind nicht möglich. Die Vorschläge mit Begründung, Publikationsliste etc. müssen bis zum 30. April 2002 beim Kuratorium "Entwicklungsländerpreis" (c/o Der Präsident, Justus-Liebig-Universität Gießen, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen) eingegangen sein. Die Vielzahl der bereits jetzt eingegangenen Beiträge verdeutlicht die Vielschichtigkeit, die Interdisziplinarität und die breite regionale Streuung der hier angesprochenen Forschungsrichtungen. Man darf auf die Entscheidung des Kuratoriums gespannt sein.

Anlass der ersten Preisverleihung war die Tagung "Universität und Dritte Welt", die im Rahmen der 375-Jahr-Feier der Universität Gießen veranstaltet wurde. Die intensive Förderung durch den damaligen Präsidenten Prof. Dr. Karl Alewell ermöglichte es, bis heute einmalig in der Bundesrepublik Deutschland, die wissenschaftliche Arbeit einer Universität für und in Entwicklungsländern durch eine besondere Preisverleihung in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu stellen. Seit 1989 engagiert sich die Kreditanstalt für Wiederaufbau durch eine nachhaltige Finanzierung für diese gute Idee, gleichzeitig wurde zu diesem Zeitpunkt die Ehrung auch auf hervorragende Dissertationen und Diplomarbeiten erweitert, um so auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler gezielt zu fördern.

Seit der ersten Preisvergabe 1982 an Prof. agr. Hans Ruthenberg (posthum) belegt die große Zahl von Veröffentlichungen, wissenschaftlichen Austauschprogammen und Studienaufenthalten in eindrucksvoller Weise die Beziehung der JLU Gießen zu Entwicklungsländern. Während anfangs viele aus Mitteln der Entwicklungshilfe finanzierten Beiträge im Vordergrund standen, so kann man heute von einem wissenschaftlichen Austausch sprechen, aus dem beide Seiten - Entwicklungsländer und Justus-Liebig-Universität - gleichermaßen Vorteile ziehen.

Die zehn Preisträger der Jahre 1982 bis 2000 repräsentieren einen eindrucksvollen Querschnitt von Persönlichkeiten aus Europa (3), Asien (2), Afrika (2), Nord- und Südamerika (3), die ihr Lebenswerk dem Erkennen und der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen für die Entwicklungsländerproblematik mit ihrem gesamten Facettenreichtum gewidmet haben. Hierin manifestiert sich das Bewusstsein der Initiatoren, die Verantwortung der Wissenschaft für die Verbesserung menschlicher Lebensverhältnisse zu betonen und durch herausragende Leistungen zu unterstützen.

Im Rückblick ist festzustellen, dass es mit dem Entwicklungsländerpreis gelungen ist, die öffentliche Beachtung dafür zu stärken, wie Wissenschaftler die gewaltige Herausforderung des globalen, nachhaltigen, Ressourcen schonenden und sozial ausgewogenen Entwicklungsprozesses annehmen, indem sie kreativ Lösungsmöglichkeiten in enger Partnerschaft mit den Betroffenen erarbeiten.

Kontakt:
Justus-Liebig-Universität Gießen
Dezernat A 1
Gabriele Knauer
Ludwigstraße 23
35390 Gießen
Tel.: 0641/99-1 21 02
Fax: 0641/99-1 21 09
E-Mail: Gabriele.Knauer@admin.uni-giessen.de

Dr. Matthias Höher
Geschäftsführer des Zentrums für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) der JLU Gießen
Otto-Behaghel-Str. 10 D
35394 Gießen
Tel.: 0641/99-1 27 00
Fax: 0641/99-1 27 09
E-Mail: Matthias.Hoeher@zeu.uni-giessen.de

Charlotte Brückner-Ihl | idw
Weitere Informationen:
http://hrza1.hrz.uni-giessen.de/forschungsfoerderung/entwickpreis_dt.cfm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Spitzenforschung vom Nanodraht bis zur Supernova: Fünf ERC Consolidator Grants für die TU München
14.12.2017 | Technische Universität München

nachricht Leibniz-Preise 2018: DFG zeichnet vier Wissenschaftlerinnen und sieben Wissenschaftler aus
14.12.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik