Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Fabrik des Jahres 2001" ausgezeichnet

14.12.2001



Visteon (New Yorker Börse: VC) stellt seine Wettbewerbsfähigkeit als führender Automobilzulieferer durch die Umsetzung vorbildlicher Produktionsabläufe unter Beweis. Das Visteon Chassis-Werk in Wülfrath erhält eine Auszeichnung für den Nachweis "Hervorragende Verbesserungsdynamik" im Wettbewerb um die "Fabrik des Jahres 2001". Die Auszeichnung wird im Februar 2002 offiziell übergeben. Der von der Fachzeitung "Produktion" in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung A.T. Kearney initiierte branchenübergreifende Wettbewerb zum Vergleich der Besten wurde erstmals 1992 ins Leben gerufen.

Das Wülfrather Werk, das erst im September den Abschluss einer umfassenden Umstrukturierung auf der Basis der schlanken Fertigung (Lean Manufacturing) feierte, wurde nun für die hervorragende organisatorische Leistung mit dieser Auszeichnung belohnt. Die gesamte Wertschöpfungskette des Werks wurde anhand von Faktoren wie Produktivität, Qualität, Liefertreue, Materialfluss, Sicherheit, Organisation und Management sowie Schnittstelle Mensch/Maschinen bewertet.

"Zu Beginn der Reorganisation hatte eine Wertstromanalyse ineffiziente Wege und Verfahren ans Licht gebracht und somit die Basis für die Prozessoptimierung geliefert", erläutert Reiner Greiss, der seinerzeit als Werkleiter von Visteon in Wülfrath die Verbesserungsdynamik eingeleitet hatte. Heute zeichnet er als Fertigungsdirektor für die Produktionsstätten in Deutschland, Belgien, Polen, Ungarn und Südafrika verantwortlich.

Tatkräftige Unterstützung kam dabei von seinem Nachfolger Ekkehard Boldt, dem heutigen Werkleiter in Wülfrath: "Ein Grundgedanke der Umstrukturierung bestand darin, Verantwortung und Wissen an die Stellen im Produktionsablauf zu bringen, an denen die Wertschöpfung stattfindet. Ich möchte an dieser Stelle dem Betriebsrat und allen Mitarbeitern für ihre Hilfe danken," so Boldt, der überzeugt ist, dass die Mitarbeiterteams auch zukünftig im Rahmen des innerbetrieblichen Vorschlagswesens weitere Verbesserungsmöglichkeiten aufdecken werden.

"Visteon sieht in der schlanken Fertigung ein wesentliches Instrument für die Optimierung von Produktivität und Qualitätsstandards. Es ist unser erklärtes Ziel, ausschließlich Produkte und Systeme höchster Qualität an unsere Kunden auszuliefern", so Tom Burke, der als Vizepräsident für die Fertigung in Europa und Südamerika verantwortlich zeichnet. "Diesen Wettbewerb im Vergleich mit führenden Akteuren der deutschen Industrie zu gewinnen, ist eine bedeutende Leistung für uns. Wir sind durch die Auszeichnung äußerst motiviert und werden unsere Fertigungsprozesse weiterhin auf weltweiter Ebene optimieren."

Um die Verbesserungen im Werk Wülfrath in Zahlen auszudrücken: eine Produktionsfläche von 9.500 qm konnte für Neuaufträge, Prototypenbau und Testeinrichtungen freigemacht und eine deutliche Qualitätssteigerung erreicht werden. Die Produktivität ist um rund 20% gestiegen, die Fixkosten um 12% gesunken und Sicherheitsstandards konnten deutlich optimiert werden. Am konkreten Beispiel der Druckstangenfertigung wurde die Wegezeit des Materials auf 25 Prozent verkürzt und die Produktionsfläche um 50% reduziert.

Die Auszeichnung "Fabrik des Jahres" wird branchenübergreifend an die besten Fertigungsstätten in Deutschland verliehen. Die Vergleichsstudie, die von dem weltweit tätigen Beratungsunternehmen A.T. Kearney in Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung "Produktion" durchgeführt wurde, ermöglicht den Unternehmen, ihre Wettbewerbsposition anhand objektiver Kriterien zu bewerten. Die teilnehmenden Werke traten in sieben Kategorien an: Fabrik des Jahres (Gesamtsieger), Deutscher GEO-Award (Global Excellence in Operations - für hervorragende operative Leistungen), Hervorragende Integration der Wertschöpfungskette, Bester Serienfertiger, Hervorragende Fertigungstechnologie, Hervorragende Verbesserungsdynamik und Hervorragende Produktentwicklungsprozesse.

Das Visteon Chassis-Werk Wülfrath (Nordrhein-Westfalen) ist mit rund 830 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in der Region. Die wichtigsten Produkte sind Servolenkungen, Axialgelenke, Achsschenkel und Schwenklager für die Radaufhängung. Da Fahrzeugsicherheit auch für Visteon als Zulieferbetrieb oberste Priorität hat, ist es von grundlegender Bedeutung, dass alle Produkte das Werk in einwandfreier Qualität verlassen. Das Wülfrather Werk hält bereits verschiedene bedeutende Auszeichnungen für hohe Produktionsqualität und erstklassige Arbeitssicherheit.

Weltweit ist Visteon einer der führenden Komplettanbieter von Fahrzeugkomponenten und -systemen in den Bereichen Erstausrüstung und Zubehör. Visteon beschäftigt 80.000 Mitarbeiter in 25 Ländern und verfügt über ein globales Netzwerk mit über 160 Technologiezentren, Fertigungsstätten, Verkaufs- und Serviceniederlassungen.

Britta Lange | ots
Weitere Informationen:
http://www.visteon.com

Weitere Berichte zu: Verbesserungsdynamik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie