Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

10 deutsche Firmen erhalten europäischen Preis für herausragende

04.12.2001


Bulmahn: "Die IST-Preisverleihung zeigt die führende Position der deutschen Informations- und Kommunikationsforschung"


Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, verleiht am heutigen Abend gemeinsam mit dem Kommissar der Europäischen Union, Erkki Liikanen - verantwortlich für die Generaldirektion Informationsgesellschaft - , sowie dem Vorsitzenden der Auswahljury, Thierry Breton - Vorstandsvorsitzender der Thomson Multimedia, den europäischen Preis für herausragende Forschungsergebnisse. Der Preis wird im Rahmen des Programms "Benutzerfreundliche Informationsgesellschaft", einem der wichtigsten Teile des europäischen Forschungsrahmenprogramms vergeben.

Der mit insgesamt 700.000 Euro dotierte "European IST Prize" (Information Society Technologies) geht in diesem Jahr an 20 Preisträger, davon drei Hauptpreisträger, die von einer Expertenjury unter 300 aus 26 europäischen Ländern kommenden Bewerbern ausgewählt wurden. Die Hauptpreisträger erhalten jeweils ein Preisgeld von 200.000 Euro.


Zehn der diesjährigen 20 Preisträger seien deutsche Firmen erklärte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn auf der Konferenz in Düsseldorf. "Dies zeigt den hohen Leistungsstand und die führende Position der deutschen Informations- und Kommunikationsforschung." Besonders erfreulich sei, dass die in diesem Jahr prämierten Vorhaben nicht nur ausschließlich kommerzielle Interessen in den Mittelpunkt rücken, sondern gemäß dem Motto der Preisverleihung "Technologien im Dienste der Bürger" problemlösungs- und anwendungsorientierte Ansätze verfolgten. Hierzu gehörten beispielsweise eine software-basierte medizinische Vorrichtung für die dreidimensionale Navigation und Führung bei der minimal invasiven Chirurgie, ein Filtersystem für Bilder für das Aufspüren von Kinderpornographie im Internet oder ein schneller Ganzkörperscanner für die präzise 3D-Messung von menschlichen Körpern.

"Deutschland hat bei der Gestaltung der "Informationsgesellschaft Europa" eine Schlüsselrolle," betonte die Ministerin. Die Bundesregierung habe mit dem Aktionsprogramm "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts" Weichen für eine zukunftsgerichtete Wirtschaft-, Technologie- und Bildungspolitik gestellt und der Entwicklung Deutschlands zur Informationsgesellschaft messbare Impulse gegeben. Mittlerweile seien beispielsweise alle Schulen am Netz, gehörten mehr als 27 Millionen zur deutschen Internetgemeinde und seien über 40% hiervon Frauen.

Der IST-Preis wird seit sieben Jahren jährlich von der Europäischen Kommission gestiftet. Er gilt europaweit als Preis höchster Anerkennung für innovative Produkte im Bereich Technologien für die Informationsgesellschaft. 80% der bisherigen Preisträger sind kleine und mittlere Unternehmen. Im Durchschnitt schafft jedes Gewinnerunternehmen 25 neue Arbeitsplätze pro Jahr.

Weitere Auskünfte zum IST-Programm und den Preisträgern erteilt der Projektträger Informationstechnik beim

Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
Projektträger der BMBF für Informationstechnik
Klaus Schütz, Linder Höhe, 51147 Köln, Telefon (02203) 601 3585, E-Mail Klaus.Schuetz@dlr.de oder mail@it-prize.org

Die deutschen IST-Preisträger

Definiens AG
Das erste kommerziell verfügbare objektorientierte Bildanalysesystem, das unterschiedliche Bildobjekte klassifizieren kann.
http://www.definiens.com

Dresden 3D GmbH
Ein autostereoskopischer (echt 3D) Bildschirm für die Darstellung von 3D-Daten
http://www.dresden3d.com

Guetebrück GmbH & Co KG
Ein Netzwerk für digitale Videoaufnahmen und -übertragung und für das Management von Ereignissen, innerhalb geschlossener TV-Anwendungen.
http://www.guetebrueck.de

ICONAG Aktiengesellschaft
Internet Control and Automation Plattform für Netzwerk-basierte Dienste (E-Dienste) im Bereich einfacher Hausautomatisierung. Überwachung und Steuerung von technischen Einrichtungen.
http://www.iconag.com

interzart AG 3D COMMERCE(R)
Einfache Erzeugung von 3D Inhalten für Web-Anwendungen aus 10 bis 16 digitalen Bilder von Einzelobjekten.
http://www.inzerzart.com, http://www.3dsnapper.com

LuraTech Gesellschaft für Luft- und Raumfahrttechnologie & Multimedia mbH
Eine Software für die Kompression von gescannten, farbigen, mehrseitigen Dokumenten.
http://www.luratech.com

Omnikey Ag
Ein kleiner tragbarer Mini-smartcard Leser mit USB-Anschluß und Eingang für SIM-Einsteckkarten. http://www.omnikey.com

Steinbeis-Transferznetrum Medizinische Infomatik
Ein kompaktes, mobiles, interaktives Telekonferenzsystem für Medizinanwendungen speziell für PDAs (Personal Digital Assistent) mit Funknetz- oder UMTS-Anbindung und mit der Möglichkeit der Bildübertragung.
http://www.chili-radiology.com

VISUCOM(R) GmbH
Ein Bildschirm bei dem 3D Objekt bis zu einem Meter aus der Schirmoberfläche treten.
http://www.visucom.com

VITRONIC Bilderverarbeitungssysteme GmbH
Schneller Ganzkörperscanner für die präzise 3D-Messung von menschlichen Körpern.
http://www.vitronic.de, http://www.vitus.de

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.it-prize.org

Weitere Berichte zu: Informationsgesellschaft Luft- und Raumfahrt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie