Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Altdorfer Leibniz-Preis 2002" für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

11.09.2001


Der Leibniz-Förderverein Altdorf-Nürnberg für Mathematik und Philosophie und ihre Beziehungen zu Kultur und Bildung der Gegenwart e.V. fördert ideell und materiell die Bildung auf den Gebieten, auf denen Gottfried Wilhelm Leibniz (geb. 1.7.1646) geforscht hat. Im Vordergrund stehen die Wechselbeziehungen zwischen Mathematik und Informatik einerseits und den Geisteswissenschaften andererseits und dies im Zusammenhang mit der aktuellen kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung.

Der Leibniz-Förderverein Altdorf-Nürnberg ruft junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis zu 35 Jahren aller Fakultäten zu einem Wissenschaftlichen Wettbewerb auf, Arbeiten einzureichen zu dem Rahmenthema:

Ars inventoria und kreative wissenschaftliche Arbeit

Wie beeinflusst das Internet Forschungsprogramme und wissenschaftliche Methodik? Ist eine neue Propädeutik zur wissenschaftlichen Arbeit erforderlich und was sollte sie enthalten?

Die rapide Entwicklung der Informationstechnik und insbesondere des Internet in den letzten Jahren haben einen einschneidenden Wandel in der wissenschaftlichen Arbeit und vor allem auch in der Publikation ihrer Ergebnisse eingeleitet. Dabei mangelt es jedoch an einer Propädeutik im Umgang mit dem neuen Medium. Das betrifft zum einen wissenschaftliche Arbeitstechnik selbst, angefangen bei der Verfügbarkeit von Ressourcen, z.B. durch umfassende Digitalisierungsprogramme und im Internet zugreifbare Datenbanken und Enzyklopädien, und andererseits neue Bearbeitungs-, Auswertungs- und Präsentationsverfahren für Forschungsergebnisse. Es geht dabei nicht so sehr um die Informationstechnik selbst, sondern um eine Art "Computer-Literacy" oder "Web-Literacy", also zum einen um Richtlinien und Hilfestellungen für eine Übersicht über und Wege durch das kaum noch überschaubare Informationsangebot und dann auch darum, wie man diese Ressourcen zielgerichtet klassifizieren und nutzen kann. Weiterhin ist die Frage der Qualitätssicherung und Beurteilung der Angebot - was ist verlässlich, was nicht, wer garantiert Qualität, etc., offen. Es geht also primär um die Entwicklung eines propädeutischen Programms. Dabei kann der Bogen weit gespannt werden im allgemeinen Sinne des kreativen wissenschaftlichen Arbeitens im Kontext der neuen Medien oder eng durch eine Einschränkung auf das wissenschaftliche Publizieren.

Eingereicht werden können - auch gemeinsam von mehreren Autoren - neben speziellen wissenschaftlichen Arbeiten, Diplom-, Magisterarbeiten, Dissertationen, Habilitationen (ggf. mit einem direkt auf das Thema bezogenen Vorspann (möglichst in deutscher Sprache).

Der Leibniz-Förderverein setzt für den "Altdorfer Leibniz-Preis 2002" ein Preisgeld in Höhe von 3.500 EURO aus. Die Jury kann bestimmen, dass das Preisgeld auf bis zu drei preiswürdige Arbeiten aufgeteilt wird (§ 661 Abs. 3 Satz 1 i.V. m. § 659 Abs. 2 Satz 1 BGB findet Anwendung). Die Preisverleihung unterbleibt, wenn nach Überzeugung der Jury keine der eingereichten Arbeiten den gebotenen wissenschaftlichen Anforderungen genügt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Arbeiten müssen spätestens am 31. März 2002 in fünf ausgedruckten Exemplaren und in Form einer kopierbaren Diskette (oder CD-ROM) im verschlossenen und mit Namen versehenen Umschlag bei einem Postamt der Deutschen Post AG eingeliefert werden. Anschrift: Stadt Altdorf - Leibniz-Förderverein - , Rathaus, 90518 Altdorf.

Erwartet wird, dass die Preisträger eine Zusammenfassung ihrer Arbeit am Freitag, den 5. Juli 2002 im Rahmen des vom 4. bis 6. Juli 2002 geplanten Internationalen Altdorfer Leibniz-Forums vortragen. Der Arbeit ist eine Erklärung zur eigenen Autorenschaft beizufügen.

Die Preisverleihung unterbleibt, wenn nach Überzeugung der Jury keine der eingereichten Arbeiten den gebotenen wissenschaftlichen Anforderungen genügt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Entscheidungen über die Preisverleihung wird voraussichtlich ab Anfang Juni 2002 im Internet ( www.Leibniz-Forum.de ) mitgeteilt werden.


Die Jury besteht aus den Herren:

Dipl. Ing. Dr. Klaus Wucherer (Vorsitzender)
Prof. em. Dr. rer.nat. Walter Leonhard Fischer, Didaktik der Mathematik
Prof. Dr.-Ing. Günther Görz, Informatik (Künstliche Intelligenz)
Prof. Dr. phil. Bernd Naumann , Germanische und Deutsche
Sprachwissenschaft
Dr. Volker Peckhaus, Philosophie
Prof. Dr. Christian Thiel, Philosophie
Thomas A. H. Schöck, Kanzler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Claus Weyrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG

Die Entscheidungen über die Preisverleihung wird voraussichtlich ab Anfang Juni 2002 im Internet ( www.Leibniz-Forum.de) mitgeteilt werden.

M.A. Thomas Wenzel | idw
Weitere Informationen:
http://www.leibniz-forum.de/

Weitere Berichte zu: Leibniz-Preis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

nachricht Förderung Technologietransfer im technologischen Ressourcenschutz mit über 500.000 Euro
20.04.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1. Es­se­ner Ge­fahr­gut­ta­ge am 19.-20. Sep­tem­ber 2017 mit fach­be­glei­ten­der Aus­stel­lung

24.04.2017 | Seminare Workshops

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE