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Fördermittel für BSE-Forschung

27.07.2001


Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert bundesweit acht Forschungsnetzwerke, die sich mit der Therapie von BSE und anderen übertragbaren degenerativen Hirnerkrankungen bei Mensch und Tier befassen. Eines dieser Netzwerke wird von Dr. Dieter Willbold, Gruppenleiter am Institut für Molekulare Biotechnologie (IMB) in Jena koordiniert. Für dieses Netzwerk will das BMBF Fördermittel in Höhe von voraussichtlich 2 Millionen Mark für die kommenden drei Jahre bewilligen.

In einer zentralen Auswahlrunde wurden durch international besetzte Gutachtergremien innovative Projekte ausgewählt, für die das BMBF insgesamt 23 Millionen Mark zur Verfügung stellt. In acht dieser Projekte geht es um die Entwicklung therapeutischer Strategien, weitere neun Projekte beschäftigen sich mit Fragen der Diagnostik "transmissibler spongiformer Enzephalopathien" (TSE), so der Oberbegriff für die gefürchteten tödlich verlaufenden Hirnerkrankungen.

Zusammen mit Forschergruppen der Universitäten Düsseldorf (Prof. Detlev Riesner) und Hamburg (Prof. Melitta Schachner) wird sich die Arbeitsgruppe von Dr. Willbold mit der Entwicklung einer völlig neuen Strategie zur Therapie von TSE-Erkrankungen bei Tier und Mensch beschäftigen.

Im Gegensatz zu anderen Ansätzen, zielt die Strategie des Netzwerkes Jena-Düsseldorf-Hamburg darauf ab, die nicht-pathogene zelluläre Form des Prions so zu stabilisieren, dass eine Umwandlung in die pathogene Form verhindert oder sogar rückgängig gemacht werden kann.

Dr. Ulrike Wagner | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/presse01/441.html

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