Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

30 Millionen Mark für Niedersachsen

29.06.2001


VolkswagenStiftung unterstützt Forschungseinrichtungen des Landes im Rahmen des "Niedersächsischen Vorab".

Gemäß Satzung der VolkswagenStiftung ist ein festgelegter Teil der zur Verfügung stehenden Fördermittel an Forschungseinrichtungen des Landes Niedersachsen vorweg zu vergeben - gemeinhin unter dem Namen "Niedersächsisches Vorab" bekannt. Über die Vergabe dieses Teils der Stiftungsmittel entscheidet das Kuratorium der VolkswagenStiftung auf der Grundlage von Vorschlägen der Niedersächsischen Landesregierung (weitere Informationen zu den Grundsätzen des Niedersächsischen Vorabs finden Sie am Ende dieser Pressemitteilung).

In seiner heutigen Sitzung hat das Kuratorium der VolkswagenStiftung im Rahmen des Niedersächsischen Vorab Mittel in Höhe von rund 30 Millionen Mark bewilligt. Nach Wissenschaftsbereichen getrennt betrachtet, dominieren dabei die Ingenieurwissenschaften mit 14 Bewilligungen über insgesamt 16,2 Millionen Mark vor den Biowissenschaften (elf Bewilligungen / 10,4 Millionen Mark), den Naturwissenschaften (sechs Bewilligungen / 2,4 Millionen Mark) und den Geisteswissenschaften (eine Bewilligung über 100.000 Mark). Wissenschaftsbereichsübergreifend werden für zwei Projekte 0,6 Millionen Mark zur Verfügung gestellt. In der Folge beispielhaft eine Auswahl geförderter Vorhaben:

  • Für den Aufbau eines "Zentrums für Luft- und Raumfahrttechnik" erhält die Technische Universität Braunschweig in diesem Jahr gut drei Millionen Mark.
  • Der Forschungsbereich "Konstruktion und Fertigung aktiver Mikrosysteme" an der Technischen Universität Braunschweig wird mit 690.000 Mark unterstützt.
  • Ebenfalls an der Technischen Universität Braunschweig angesiedelt ist der neu eingerichtete Forschungsbereich "Integration gen- und verfahrenstechnischer Methoden zur Entwicklung biotechnologischer Prozesse", für den in diesem Jahr 521.000 Mark bereitgestellt werden.
  • Die Technische Universität Clausthal erhält für Gerätebeschaffungen zur Erforschung der "Magnesiumtechnologie" knapp 1,14 Millionen Mark.
  • Um die niedersächsischen Aktivitäten zur Transmissiblen Spongioformen Enzephalopathie (TSE) stärker zu bündeln und zu vernetzen, wird eine TSE-Koordinierungsstelle an der Universität Göttingen etabliert und zugleich eine Forschergruppe, die sich auf die "Mechanismen der Aufnahme und Ausbreitung des Erregers der Prion-Krankheit im Körper" und die "Mechanismen der Krankheitserzeugung einer Prion-Krankheit und deren sensitiven Nachweis" konzentriert. Für beide Vorhaben zusammen erhält die Abteilung Neuropathologie in diesem Jahr 725.050 Mark.
  • Für den Erwerb eines Beobachtungsanteils der Universität Göttingen am South African Large Telescope (SALT) des South African Astronomical Observatory stehen in diesem Jahr 400.000 Mark zur Verfügung.
  • Das Institut für Meteorologie und Klimatologie der Universität Hannover erhält zum Aufbau der neuartigen interdisziplinären Forschungsrichtung "Atmosphärische Strahlung" 350.000 Mark.
  • Der zum 1. Juli 2001 eingerichtete Forschungsbereich "Herstellung und Verarbeitung von keramischen, organischen und metallischen Werkstoffen für die medizinische Anwendung" an der Universität Hannover wird mit gut 1,6 Millionen Mark unterstützt.
  • Das Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Aerosolforschung in Hannover erhält in diesem Jahr vier Millionen Mark für das neue Schwerpunktprogramm zu Pharmako- und Toxikogenomics sowie für die Entwicklung von Datenbanken des Inhalts, weltweit bedeutende Arzneistoffe und Umweltchemikalien auf der Basis von toxikologischen und krankheitsrelevanten Genveränderungen zu erfassen.
  • An der Universität Oldenburg wird ein "Centrum für Neurosensorik" eingerichtet, in dem die Aktivitäten der Fachbereiche Biologie, Physik und Psychologie auf eben diesem Forschungsgebiet gebündelt werden. Die dafür bewilligte Jahresrate 2001 beläuft sich auf eine Million Mark.
  • Wissenschaftsbereichs- und Institutionen übergreifend erhalten die an dem Forschungsschwerpunkt "Meeresbiotechnologie" beteiligten Hochschulen in Braunschweig, Göttingen, Hannover, Oldenburg, Ostfriesland und Wilhelmshaven 62.000 Mark.

Nach § 8 Abs. 2 der Satzung der VolkswagenStiftung setzt sich das "Vorab" aus drei Teilen zusammen: Es umfasst zum einen den Gegenwert der jährlichen Dividende auf nominal 151,2 Millionen Mark VW-Aktien, der der VolkswagenStiftung aus der Beteiligung des Landes Niedersachsen an der Volkswagen Aktiengesellschaft zusteht, ferner den Ertrag aus der Anlage von 70 Millionen Mark aus einem Vertrag mit dem Land Niedersachsen von 1987 sowie zehn Prozent der übrigen zur Verfügung stehenden Mittel.

Die Fördermittel der VolkswagenStiftung stammen vor allem aus der Anlage ihres Vermögens. Über entsprechende Bewilligungen aus den allgemeinen Fördermitteln der VolkswagenStiftung informieren wir Sie in der kommenden Woche.

Kontakt: VolkswagenStiftung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Christian Jung, Tel.: 0511 - 8381 - 380, E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de

Niedersächsisches Vorab, Dr. Hagen Hof, Tel.: 0511 - 8381 - 256, E-Mail: hof@volkswagenstiftung.de

Dipl.Biol. Dipl.Journ. Christian | idw

Weitere Berichte zu: Forschungsbereich Fördermittel Luft- und Raumfahrt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie