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Viadrina-Preis 2001 geht an Günter Grass

27.06.2001


Preisverleihung und öffentliche Lesung als Auftakt für 10-Jahresfeier
der Europa-Universität

Mit dem Viadrina-Preis, der zum dritten Mal an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) vergeben wird, wird in diesem Jahr der Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Günter Grass geehrt. Die Preisverleihung findet am 13. Juli um 10.30 Uhr im großen Hörsaal der Universität, Logenstraße 2, statt und ist die Auftaktveranstaltung zu den Feierlichkeiten der Viadrina anlässlich ihres 10. Geburtstages am 15. Juli.

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Am Vorabend, 12. Juli um 18 Uhr, hält Günter Grass im großen Hörsaal der Universität eine öffentliche Lesung aus "Mein Jahrhundert", zu der Interessenten herzlich eingeladen sind.

Der vom ehemaligen Herausgeber und Chefredakteur der "Märkischen Oderzeitung", Claus Detjen, dem Vorsitzenden des Kuratoriums des Förderkreises der Universität, gestiftete Preis wird an herausragende Persönlichkeiten für besondere Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung vergeben. Günter Grass ist nach Karl Dedecius und Adam Michnik der dritte Preisträger. Die Laudatio zur Preisverleihung wird am 13. Juli Adam Michnik - Chefredakteur der "Gazeta Wyborcza" - halten.

Günter Grass, geboren am 16. Oktober 1927 in Danzig als Sohn eines Kolonialwarenhändlers, wurde 1944 Soldat und kam 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach einer Steinmetzlehre studierte er Grafik und Bildhauerei an der Düsseldorfer Kunstakademie (1948 - 1952) und an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin (1953 - 1956), schrieb Gedichte und Theaterstücke.
Seit Erscheinen der "Blechtrommel" (1959) gehört sein Werk zur Weltliteratur. Neben Gedichtsammlungen, Essays, reden und Ausgaben des grafischen Oeuvres veröffentlichte er u.a. "Katz und Maus", "Hundejahre", "Der Butt", "Das Treffen in Telgte", "Die Rättin", "Ein weites Feld" und zuletzt "Mein Jahrhundert".
Nach zahlreichen internationalen Ehrungen wurde Günter Grass 1999 in Stockholm für sein Lebenswerk mit dem Literaturnobelpreis geehrt.

Annette Bauer | idw

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