Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Thüringer Forschungspreis 2000 - Die Preisträger

15.01.2001


Die Preisträger des Forschungspreises 2000 der Thüringer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst stehen fest. Der Preis zum sechsten Mal vergeben, und zwar in drei Kategorien: Grundlagenforschung, Angewandte Forschung und ein Transferpreis. Jede Kategorie ist mit 12.500 Mark dotiert. Ein Auswahl-Ausschuss unter Leitung von Prof. Dr. Erwin Sommer vom Fraunhofer-Institut in Freiburg (Breisgau) hat die Preisträger ausgewählt.

Die Preise werden am Montag, dem 5. Februar, um 14 Uhr im Institut für Physikalische Hochtechnologie auf dem Beutenberg-Campus in Jena durch die Thüringer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Prof. Dr. Dagmar Schipanski, verliehen.

Preis für Grundlagenforschung: TU Ilmenau und Institut für Molekulare Biotechnologie
Die Auszeichnung für Grundlagenforschung wird dieses Jahr geteilt. Sie geht zu gleichen Teilen zum einen an den Mathematiker Frank Göring von der TU Ilmenau. Er hat eine bereits 1927 aufgestellte mathematische Grundformel für Netzwerke so vereinfacht, dass die bisher nötigen langen und umständlichen Beweise entfallen. Die Arbeit Görings stellt einen entscheidenden Fortschritt im Verständnis grundlegender Zusammenhänge der Graphentheorie dar. Der zweite Preisträger ist Dr. Alan Riboldi-Tunnicliffe. Bis zum Sommer hat er am Institut für Molekulare Biotechnologie (imb) in Jena gearbeitet und ist jetzt an der Universität Glasgow in Schottland. Den Preis erhält er für die Analyse der Struktur des Erregers der Legionärskrankheit.

Preis für Angewandte Forschung: Friedrich-Schiller-Universität Jena


Diese Auszeichnung geht an eine interdisziplinären Arbeitsgruppe der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Prof. Dr. Dr. Dieter Schumann von der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Prof. Dr. Dieter Klemm vom Institut für Organische und Makromolekulare Chemie haben mit ihrem Team ein inzwischen patentiertes Biomaterial aus Cellulose entwickelt. Das Material kann als Ersatz für Blutgefäße dienen.

Transferpreis: Hans-Knöll-Institut und CyBio AG
Mit diesem Pries wird die Zusammenarbeit zwischen dem Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung (HKI) in Jena und der CyBio AG gewürdigt. Gemeinsam haben Wissenschaftler aus beiden Einrichtungen ein Verfahren zur Analyse von Proben entwickelt. Ein bereits existierendes Analysegerät hat die Gruppe so verbessert, dass jetzt mit nur ganz geringen Substanzmengen hunderte von Proben gleichzeitig ausgewertet werden können. Die Geräte sind so gut, dass die CyBio AG eine eigene Vermarktungs-Tochter, die CyBio Screening GmbH, gegründet hat. Die beiden Leiter der ausgezeichneten Wissenschaftlergruppe sind von Seiten des Hans-Knöll-Instituts Prof. Dr. Susanne Grabley und von Seiten der CyBio Screening GmbH Dr. Ralf Thiericke.

Stephan Schorn |

Weitere Berichte zu: CyBio Forschungspreis Grundlagenforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie