Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Suchtprävention für Kinder und Jugendliche

18.09.2008
Vierter Bundeswettbewerb zur kommunalen Suchtprävention gestartet

Der Startschuss für die vierte Runde des Bundeswettbewerbs "Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention" ist gefallen. Alle deutschen Städte, Landkreise und Gemeinden sind aufgerufen, bis zum 15. Januar 2009 ihre Wettbewerbsbeiträge zum Thema "Suchtprävention für Kinder und Jugendliche vor Ort" einzureichen.

Ziel des Wettbewerbs ist es, gute Ansätze in der Suchtprävention auf kommunaler Ebene hervorzuheben und bundesweit bekannt zu machen. Der Wettbewerb wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) durchgeführt und vom Deutschen Institut für Urbanistik (difu) organisiert.

"Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention" ist gefallen. Alle deutschen Städte, Landkreise und Gemeinden sind aufgerufen, bis zum 15. Januar 2009 ihre Wettbewerbsbeiträge zum Thema "Suchtprävention für Kinder und Jugendliche vor Ort" einzureichen. Der Wettbewerb wird von der der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing, mit Unterstützung der Kommunalen Spitzenverbände und der Spitzenverbände der Krankenkassen durchgeführt. Das Preisgeld beträgt insgesamt 70.000 €. Der Bundeswettbewerb wurde bereits 2001 ins Leben gerufen, um die Bedeutung der Suchtprävention auf kommunaler Ebene hervorzuheben und zu fördern.

Mit "Suchtprävention für Kinder und Jugendliche vor Ort" stellt der neue Wettbewerb eine Thematik in den Mittelpunkt, auf die bereits ein großer Teil der suchtpräventiven Angebote in den Kommunen ausgerichtet ist. Dies nicht ohne Grund: Bereits im Kindes- und Jugendalter entstehen Einstellungen und Verhaltensweisen, die sich später als Suchtverhalten verfestigen können. Deshalb sollte Suchtprävention neben der Informationsvermittlung Kinder und Jugendliche vor allem in ihrer Lebenskompetenz und ihrem Selbstwertgefühl stärken und ihnen Alternativen zum Suchtmittelmissbrauch aufzeigen. Wenn junge Menschen gelernt haben, Alltagskonflikte zu bewältigen, Belastungen standzuhalten und Eigenverantwortung zu übernehmen sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu Suchtmitteln als Strategie der Lebensbewältigung greifen. Bei diesem Prozess nehmen Erwachsene als Vorbilder eine wichtige Rolle ein.

"Städte, Landkreise und Gemeinden sind wichtige Kooperationspartner für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung", betont deren Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott. "Ich freue mich deshalb, mit dem Wettbewerb einen Überblick über die kommunalen Aktivitäten und Maßnahmen zur Suchtprävention für Kinder und Jugendliche zu erhalten und damit über gelungene und erfolgreiche Ansätze, aber auch über den Bedarf vor Ort. Außerdem gewinnen wir sicherlich wertvolle Anregungen für die Weiterentwicklung der nationalen Präventionskampagnen der BZgA."

Je früher junge Menschen Suchtstoffe wie Tabak, Alkohol oder Cannabis konsumieren, desto größer ist die Gefahr einer späteren Abhängigkeit. Deswegen will der Bundeswettbewerb gemeinsame Strategien aller Verantwortlichen sichten und bekannt machen. So können Wettbewerbsbeiträge zu spezifischen Suchtstoffen wie Alkohol, Tabak oder Cannabis, zu Suchtformen wie Spielsucht oder suchtsstoffübergreifende Beiträge eingereicht werden. Sie können auf spezifische Altersgruppen von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet sein, auf Suchtprävention für Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien oder auf Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungsstätten etc. zielen. Außerdem können sie auf Probleme und Themen hoher Aktualität wie "Flatrate-Partys", "Komatrinken", Nichtraucherschutz etc. eingehen.

Alle deutschen Städte, Landkreise und Gemeinden sind zur Teilnahme an dem kommunalen Wettbewerb eingeladen. Teilnahmeberechtigt sind außerdem Kommunalverbände sowie Träger der kommunalen Selbstverwaltung in den Stadtstaaten. Aktivitäten Dritter, z.B. Wohlfahrtsverbände, Krankenkassen, Betriebe oder private Initiativen, können nur als Bestandteil der Bewerbung einer Kommune berücksichtigt werden.

Mit der Betreuung des Wettbewerbs ist das Deutsche Institut für Urbanistik beauftragt, das für die Laufzeit des Wettbewerbs ein Wettbewerbsbüro eingerichtet hat. Informationen zum Wettbewerb sowie die Bewerbungsunterlagen stehen im Internet unter http://www.kommunale-suchtpraevention.de zur Verfügung, können aber auch direkt beim Wettbewerbsbüro angefordert werden: Deutsches Institut für Urbanistik, Wettbewerbsbüro Suchtprävention, Straße des 17. Juni 112, 10623, E-Mail: suchtpraevention@difu.de.

Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist der 15. Januar 2009. Eine von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung gemeinsam mit der BZgA berufene Jury bewertet die Wettbewerbsbeiträge und wählt die zu prämierenden Beiträge aus. Die Preisverleihung wird voraussichtlich am 29. Juni 2009 in Berlin stattfinden.

Nach der Preisverleihung werden alle Wettbewerbsbeiträge sowie die Wettbewerbsdokumentation im Internetportal http://www.kommunale-suchtpraevention.de veröffentlicht.

Dr. Marita Völker-Albert | idw
Weitere Informationen:
http://www.bzga.de/
http://www.kommunale-suchtpraevention.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise