Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Johnson & Johnson ehrt die Empfänger des Dr.-Paul-Janssen-Preises für biomedizinische Forschung des Jahres 2008

11.09.2008
Feldmann und Maini für die Entdeckung einer neuen Klasse entzündungshemmender Arzneimittel geehrt

Die Empfänger des Dr.-Paul-Janssen-Preises für biomedizinische Forschung des Jahres 2008, Professor Marc Feldmann, Fellow of the Academy of Medical Sciences, Fellow of the Australian Academy of Sciences und Fellow of the Royal Society sowie Professor emeritus Sir Ravinder Maini, Fellow of the Royal College of Physicians, Fellow of the Academy of Medical Sciences und Fellow of the Royal Society vom Kennedy Institute of Rheumatology, Imperial College London, werden heute im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums und morgen bei einer offiziellen Verleihungszeremonie am Dr.-Paul-Janssen-Forschungszentrum in Beerse, Belgien, geehrt.

Feldmann und Maini erhielten den mit 100.000 US-$ dotierten Preis für ihre Rolle bei der Entdeckung des Tumor-Nekrose-Faktors alpha (TNF-alpha) als wirksames therapeutisches Ziel für die Behandlung von chronischem Gelenkrheumatismus und anderen chronisch-entzündlichen Leiden.

"Dank ihrer wegbereitenden biomedizinischen Forschungstätigkeit haben Feldmann und Maini die Lebensqualität von Millionen von Patienten mit chronisch-entzündlichen Leiden erheblich verbessert", erläuterte Paul Stoffels, Konzernchef, Global Research and Development, Pharmaceuticals, Johnson & Johnson. "Wir sind froh, dass der Dr.-Paul-Janssen-Preis des Jahres 2008 zwei Forschern verliehen wird, die ihr Leben der translatorischen Forschung verschrieben haben. Dr. Paul Janssen, der selbst an der Entwicklung vieler wichtiger Medikamente wesentlich beteiligt war, hätte ihre Leistungen sehr zu schätzen gewusst."

Feldmann und Maini arbeiten seit mehr als 20 Jahren in der Basisforschung und bei klinischen Versuchen zusammen, durch welche die Behandlung von mit chronisch-entzündlichen Leiden diagnostizierten Patienten von Grund auf verändert wurde. Die beiden Forscher untersuchten die Rolle von Zytokinen, Protein-Botenmolekülen, die Entzündungen steuern, und fanden heraus, dass ein einzelnes Zytokin, TNF-alpha, für die schwächenden Symptome der Entzündungskrankheit verantwortlich war. Bei ihrer Suche nach Möglichkeiten, das TNF-alpha zu blockieren, untersuchten sie einen monoklonalen Antikörper, der vorher für ein Leiden entwickelt worden war, das damit in keinem Zusammenhang stand. Die klinischen Versuche führten bei Einsatz einer Anti-TNF-Therapie zu einer schnellen und dramatischen Verbesserung der rheumatoiden Krankheitsaktivität und beeinflussten die Entwicklung verschiedener Anti-TNF-Medikamente, die routinemäßig zur Behandlung häufig vorkommender und schwächender Erkrankungen wie Gelenkrheumatismus eingesetzt werden.

"Die Fortschritte in der Molekularmedizin und Biotechnologie sowie die Beiträge vieler Kollegen haben unsere Entdeckung möglich gemacht", so Maini. "Es ist eine Freude zu sehen, wie sich das Leben der Patienten durch diese Behandlung verändert hat."

Es gibt mehr als 80 Arten von Autoimmunerkrankungen, dazu gehören Rheumatoide Arthritis, Spondylarthritis ancylopoetica und Colitis ulcerosa. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Anti-TNF-Therapien wurde in klinischen Versuchen und durch Erfahrung mit der Behandlung von weltweit mehr als einer Million Patienten gründlich nachgewiesen.

"Es freut uns umso mehr, dass unsere Forschung, durch die TNF als gutes therapeutisches Ziel für die Behandlung von Gelenkrheumatismus erkannt wurde, schließlich zur TNF-Blockade bei Morbus Crohn, Psoriasis, Spondylarthritis ancylopoetica und Colitis ulcerosa geführt hat", sagte Feldmann. "Die Blockade anderer Zytokine wie z. B. IL-6 ist ebenfalls erfolgreich. Das hat zur Entstehung eines neuen Zweiges der Medizin geführt, der Anti-Zytokin-Therapie. Es ist großartig, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, noch mehr Krankheiten zu behandeln und mehr Patienten zu helfen."

Feldmann und Maini ernteten zusätzliche Anerkennung im Rahmen zweier damit verbundener Veranstaltungen in der Stadt New York: bei einem nur mit Einladung zu besuchenden Gala-Empfang am 9. September und einem wissenschaftlichen Symposium an der New York Academy of Sciences am heutigen Tag. Der Nobelpreisträger und Gewinner des Dr.-Paul-Janssen-Preises des Jahres 2006, Dr. Craig Mello, war Vorsitzender des wissenschaftlichen Symposiums "From Bench to Bedside: Novel Anti-Cytokine Therapies" (Vom Labor in die Klinik: Neuartige Anti-Zytokin-Therapien). Bei dem Symposium wurden wissenschaftliche Fortschritte seit der erstmaligen Entdeckung der Anti-TNF-Therapie präsentiert, darunter auch Fortschritte im grundlegenden Verständnis von Krankheitsmechanismen und der Entwicklung neuer Anti-Zytokin-Therapien.

Bisher haben Feldmann und Maini 2003 den Albert-Lasker-Preis für klinisch-medizinische Forschung sowie im Jahr 2000 den Crafoord-Preis der Königlich Schwedischen Akademie erhalten, u. a. für ihre Arbeit an TNF-alpha. Über den Dr.-Paul-Janssen-Preis für biomedizinische Forschung Mit dem von Johnson & Johnson ins Leben gerufenen Dr.-Paul-Janssen-Preis werden die leidenschaftlichsten und kreativsten Wissenschaftler in der Grundlagenforschung oder klinischen Forschung geehrt, deren wissenschaftliche Leistungen die menschliche Gesundheit messbar beeinflusst haben oder über das Potenzial dazu verfügen. Der Dr.-Paul-Janssen-Preis ist nach Dr. Paul Janssen benannt, der im Jahr 1953 die Firma Janssen Pharmaceutica, N.V. gründete. Janssen, der unter Kollegen "Dr. Paul" genannt wurde, war einer der begabtesten und leidenschaftlichsten Forscher des 20. Jahrhunderts, ein sowohl in der Klinik als auch im Labor tätiger "Physician-Scientist", der durch seine Beiträge zur Entdeckung und Entwicklung von mehr als 80 Medikamenten, von denen fünf auf der Liste der lebensnotwendigen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation zu finden sind, zur Rettung von Millionen Menschenleben beitrug. 1961 schloss sich Janssen Pharmaceutica, N.V. der Unternehmensgruppe Johnson & Johnson an. Weiterführende Informationen über den Preis finden Sie unter http://www.pauljanssenaward.com .

Über die Auswahlkommission

Die Auswahlkommission für den Dr.-Paul-JanssenPreis für biomedizinische Forschung vereint einige der weltweit führenden Wissenschaftler, darunter Empfänger der National Medal of Science, Nobelpreisträger, Mitglieder der National Academy of Sciences und einen früheren Gewinner des Dr.-Paul-Janssen-Preises. Zu den Mitgliedern der Auswahlkommission 2008 gehören folgende Personen:

- Dr. Solomon Snyder (Vorsitzender), Distinguished Service Professor für Neurowissenschaft, Pharmakologie und Psychiatrie an der Johns Hopkins School of Medicine; Mitgewinner des Albert-Lasker-Preises 1978; Gewinner der National Medal of Science 2003 (Vereinigte Staaten)

- Dr. Jean Marie Lehn, Professor am Collège de France; Nobelpreisträger für Chemie 1987 (Frankreich) - Dr. Craig Mello, Versuchsleiter am Howard Hughes Medical Institute und Professor für Molekularmedizin an der medizinischen Fakultät der University of Massachusetts; Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin 2006; Gewinner des Dr.-Paul-Janssen-Preises für biomedizinische Forschung 2006 (Vereinigte Staaten)

- Dr. Hartmut Michel, Leiter der Abteilung für molekulare Membranbiologie an der Universität Frankfurt; Nobelpreisträger für Chemie 1988 (Deutschland)

- Dr. med. Edward Scolnick, Leiter der Psychiatry Initiative am Broad Institute; ehemaliger Präsident der Merck Research Laboratories; Mitglied der National Academy of Sciences, der American Academy of Arts and Sciences und des Institute of Medicine (Vereinigte Staaten)

- Dr. Sir Richard Sykes, Fellow of the Academy of Medical Sciences, Fellow of the Royal Society, Fellow of the Royal Society of Chemistry, vormals CEO von GlaxoWellcome; Rektor des Imperial College, London (Großbritannien)

Informationen über Johnson & Johnson Pharmaceutical Services, L.L.C.

Johnson & Johnson Pharmaceutical Services, L.L.C. ist Teil der Unternehmensgruppe Johnson & Johnson. "Caring for the world, one person at a time..." - dieser Leitspruch inspiriert und vereint die Menschen bei Johnson & Johnson. Wir integrieren Forschung und Wissenschaft - und liefern innovative Ideen, Produkte und Dienstleistungen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen zu fördern. Unsere 120.200 Mitarbeiter in über 250 Johnson & Johnson-Unternehmen arbeiten mit Partnern im Gesundheitswesen zusammen, um tagtäglich die Leben von mehr als einer Milliarde Menschen auf der ganzen Welt zu berühren.


Kontakt:
Seema Kumar
Johnson & Johnson
Pharmaceutical Research & Development, L.L.C.
908-218-6460 oder seema@prdus.jnj.com
Lisa Vaga
Johnson & Johnson Pharmaceutical Research & Development, L.L.C.
908-670-0363 oder lvaga@its.jnj.com
Frederik Wittock
Johnson & Johnson Pharmaceutical Research & Development, L.L.C., ein Unternehmensbereich von Janssen Pharmaceutica, N.V

+32 14 60 57 24 oder fwittock@prdbe.jnj.com

Dr. Michaela Paudler-Debus | F&H Porter Novelli
Weitere Informationen:
http://www.jnj.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Über 1,6 Millionen Euro für Forschung im Bereich Innovative Materialien und Werkstofftechnologie
17.05.2017 | Hochschule Osnabrück

nachricht MHH-Forscher beleben Narbengewebe in der Leber wieder
16.05.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie