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Verbundprojekt "Open Innovation in Life Sciences" hat Arbeit an der Universität Potsdam aufgenommen

10.09.2008
An der Universität Potsdam hat das Verbundprojekt "Open Innovation in Life Sciences" (OIL) seine Arbeit aufgenommen.

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Guido Reger, Direktor des BIEM-CEIP (Brandenburgisches Institut für Existenzgründung und Mittelstandsförderung - Centrum für Entrepreneurship und Innovation an der Universität Potsdam), wird ein Team von Wissenschaftlern in den kommenden drei Jahren die mittelständischen Pharmaunternehmen hameln rds GmbH, Klosterfrau Berlin GmbH und Lomapharm GmbH KG bei der Weiterentwicklung und Öffnung ihres Innovationsmanagements betreuen.

Ein weiterer Partner aus der Wissenschaft ist Norbert Gronau, Professor für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government an der Universität Potsdam.

Im Mittelpunkt des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts steht das Open Innovation-Paradigma. Dieser Ansatz beschreibt die planvolle, zielgerichtete Öffnung der Innovationsprozesse und die strategische Einbindung des Unternehmensumfelds als zentrale Erfolgsfaktoren für die Innovationsfähigkeit von Unternehmen.

Im Verbundprojekt wird dieser Ansatz auf die Bereiche Biotechnologie, Pharma, Medizintechnik und Healthcare, unter besonderer Berücksichtigung kleiner und mittelständischer Unternehmen, angewendet. Der Innovationsprozess beschreibt idealtypisch den Ablauf von der Ideengenerierung und -bewertung über die Konzepterstellung, Entwicklung und Testphase bis hin zur Markteinführung und -durchdringung.

Die Life Sciences-Branche ist gekennzeichnet durch eine steigende Komplexität der Innovationsprozesse und eine zunehmende Tendenz zur Kooperation über Wissensgrenzen hinweg. Der Open Innovation-Ansatz betont die Arbeitsteilung im Innovationsprozess und bietet gerade der überwiegend mittelständisch strukturierten Life Sciences-Branche in Deutschland neue Gestaltungs- und Wachstumsmöglichkeiten.

Ziel des Projekts ist zum einen, den Innovationsprozess der beteiligten Unternehmen und des Open Innovation-Ansatzes zu modellieren. Zum anderen wird ein IT-Instrument zur Abbildung und Unterstützung eines systematischen Innovationsmanagements im Unternehmensnetzwerk entwickelt. Außerdem werden die Verbundunternehmen bei der Implementierung des systematischen Innovationsmanagements begleitet. Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage für ein branchenspezifisches Konzept zur Implementierung von Open Innovation im Bereich Life Sciences dienen. Ziel ist es dabei, die bei der Untersuchung der Projektpartner gewonnenen Erkenntnisse auf einer höheren Abstraktionsebene auch anderen Unternehmen aus dem Bereich Life Sciences zugänglich zu machen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Internetseite http://www.ceip.de unter dem Link Forschung.

Weitere Hintergrundinformationen
"Open Innovation in Life Sciences" ist ein Projekt der Bekanntmachung
"Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements" im Rahmen des Forschungsprogramms "Arbeiten - lernen - Kompetenzen entwickeln.

Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds). Die Laufzeit beträgt drei Jahre. Projektträger ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Das Brandenburgische Institut für Existenzgründung und Mittelstandsförderung - Centrum für Entrepreneurship und Innovation der Universität Potsdam (BIEM-CEIP) ist das universitätsweite Kompetenzzentrum für Gründungs- und Innovationsforschung.

Die Professur für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government an der Universität Potsdam beschäftigt sich unter anderem mit der Gestaltung wandlungsfähiger Architekturen industrieller Informationssysteme und Anforderungen an das Wissensmanagement.

Die hameln rds GmbH ist Partner für Dienstleistungen im Gesundheitsmarkt und berät und betreut Kunden aus den Branchen Pharmazie, Biotechnologie und Medizintechnik von der Entwicklung eines Arzneimittels bis hin zu seiner Auslieferung.

Die Klosterfrau Berlin GmbH ist ein Produktionsunternehmen mit 200 Mitarbeitern, das Produkte im Gesundheitsbereich (Arzneimittel, Medizinprodukte, Nahrungsergänzungsmittel, Diätetische Lebensmittel und Kosmetika) entwickelt und herstellt.

Die Lomapharm GmbH KG ist ein mittelständisches, pharmazeutisches Unternehmen mit rund 125 Mitarbeitern im Weserbergland, das sich unter anderem auf die Herstellung von festen und flüssigen Arzneimittelformen spezialisiert hat.

Sylvia Prietz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-potsdam.de
http://www.uni-potsdam.de/pressmitt/2008/pm204_08.htm
http://www.ceip.de

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