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Hamburg-Preis Persönlichkeitsstörungen 2008 geht in die Schweiz und nach Heidelberg

08.09.2008
Zum Abschluss des 5. Hamburger Symposiums Persönlichkeitsstörungen "Von Kind und Kegel" wurde heute zum dritten Mal der aus zwei Kategorien bestehende "Hamburg-Preis Persönlichkeitsstörungen" verliehen.

Mit einem Preisgeld von insgesamt 15.000 Euro gehört er zu den bundesweit höchstdotierten Wissenschaftspreisen in der Psychiatrie.

Den mit 10.000 Euro dotierten "Hamburger Preis Persönlichkeitsstörungen 2008" erhielten Dr. phil. Peter Zorn (44) und Priv.-Doz. Dr. phil. Volker Roder aus der Abteilung für Psychotherapie der Universitätsklinik für Psychiatrie Bern für ihre Arbeit "Konzeptualisierung und Evaluation der 'Schemazentrierten emotiv-behavioralen Therapie (SET)' für Patienten mit Persönlichkeitsstörungen".

Die mit 5.000 Euro dotierte "Hamburger Fellowship Persönlichkeitsstörungen 2008" ging an Dipl.-Psych. Katja Stäbler (29) aus Heidelberg. Ihre Arbeit "Reaktionen auf sozialen Ausschluss bei Borderline-Persönlichkeitsstörung" zeigt anhand der Reaktionen auf ein virtuelles Ballspiel, dass Borderline-Patienten empfindlicher auf sozialen Ausschluss und Zurückweisung reagieren als Kontrollpersonen.

Dafür analysierte sie subjektive emotionale Reaktionen, mimische Emotionsausdrücke, Auswirkungen auf den Blutdruck und Verhaltensintentionen. Die Borderline-Patienten reagierten dabei deutlich stärker mit Fluchtgedanken und selbstschädigendem Verhalten. Die mit 5.000 Euro dotierte Fellowship ist mit einem Studienaufenthalt in einem renommierten internationalen Institut verknüpft, das sich mit der Erforschung von Persönlichkeitsstörungen befasst.

Der von der Gesellschaft zur Erforschung und Therapie von Persönlichkeitsstörungen (GePs) e.V. und der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH ausgeschriebene Preis wird jährlich für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Persönlichkeitsstörungen verliehen und soll vor allem die klinische Forschung fördern. "Für die Grundlagenforschung gibt es genügend Förderung, dieser Preis soll direkt der patientenorientierten Forschung zugute kommen und insbesondere auch junge Forscher fördern", so Kongresspräsident Dr. Birger Dulz. Eine fünfköpfige Preisjury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Stephan Doering (Münster) hatte die beiden Arbeiten aus zahlreichen Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt.

Dr. Jörg Weidenhammer, Geschäftsführer der Asklepios Medical School, und Prof. Doering überreichten Preisgelder und Urkunden während des heutigen Abschlussplenums an die Preisträger.

Jens Oliver Bonnet | idw
Weitere Informationen:
http://www.asklepios.com/hamburg
http://www.geps.info

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