Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spitzencluster-Wettbewerb: Antrag unter Federführung der TUD ist erfolgreich

02.09.2008
"Ja" zu Handy, Computer und Internet - "Nein" zum steigenden Energieverbrauch der Elektronik: So das Ziel des Spitzenclusters, welches unter Federführung von Professor Gerhard Fettweis, Inhaber des Vodafone-Stiftungslehrstuhls für Mobile Nachrichtensysteme an der TU Dresden, im Rahmen des Spitzencluster-Wettbewerbs erfolgreich die zweite Runde gemeistert hat.

Der Rektor der TU Dresden, Professor Hermann Kokenge, sieht mit dieser Entscheidung die Bedeutung der TU innerhalb der Forschungsregion Dresden gewürdigt: "Schon bei der bundesweiten als auch bei der sächsischen Exzellenzinitiative hat die TU Dresden erfolgreich abgeschnitten.

Die Förderung des Spitzenclusters ist nun ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg der TU Dresden, sich als eine forschungsstarke Universität national und international zu profilieren."

Das von der Silicon Saxony Management GmbH eingereichte Projekt "Cool Silicon - Energy Efficiency Innovations from Silicon Saxony" verfolgt das strategische Ziel, den Standort "Silicon Saxony" als weltweit führenden Standort der Erforschung, Entwicklung und Produktion energieeffizienter Lösungen für die Informations- und Kommunikationsbranche (I&K) zu etablieren. Schon heute nimmt das "Silicon Saxony" eine internationale Spitzenstellung auf dem Gebiet der Mikroelektronik ein. Mehr als 50 Prozent aller in Europa hergestellten Chips kommen aus Dresden. Mikroelektronik und I&K im "Silicon Saxony" beschäftigen über 44.000 Mitarbeiter und erzielen über zehn Milliarden Euro Umsatz jährlich.

Der enorme Zuwachs des Datenverkehrs durch die globale Vernetzung von Menschen und Maschinen bildet den dominanten Wachstumsmarkt für die Nano-/ Mikroelektronik. Der Preis für dieses enorme Wachstum ist ein massiver Anstieg des Energiebedarfs von I&K-Systemen. Derzeit machen Serverfarmen und Telekommunikationsinfrastruktur drei Prozent des weltweiten Strombedarfs und damit über zwei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus, bei 20 Prozent jährlichem Wachstum. Die CO2-Emission der Energieversorgung der I&K hat bereits einen Wert von 25 Prozent des globalen PKW-Verkehrs eingenommen, mit stark steigender Tendenz.

Deshalb besteht die größte aktuelle Herausforderung für die I&K darin, eine erhebliche Verbesserung der Energieeffizienz zu erzielen. Hier besteht für das "Silicon Saxony" ein klarer Positionierungsgewinn durch die Kombination von starker Produktionskompetenz im Halbleiterbereich mit exzellenter Forschungs- und Entwicklungskompetenz auf dem Gebiet der Werkstoffe für die Nanotechnologie sowie in den Bereichen der (mobilen) Informations- und Kommunikationssysteme und der regenerativen Energien.

Die Leitvision des "Cool Silicon Clusters" ist es, die technologischen Voraussetzungen zu schaffen, um die Energieeffizienz der Datenverarbeitung, -speicherung und -übertragung um einen Faktor 10 zu verbessern. Damit kann bei gleichbleibendem Wachstum des I&K-Marktes über die nächsten 15 Jahre der Energieverbrauch der I&K-Systeme auf dem heutigen Stand konserviert werden.

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/
http://www.cool-silicon.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht Sensible Daten besser analysieren
16.02.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften