Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG fördert interkulturelle Almanach-Forschung von Professor Lüsebrink mit 100.000 Euro

28.08.2008
Ab September fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für drei Jahre ein Forschungsprojekt zum Thema "Französische Almanachkultur im deutschen Sprachraum (1700 - 1815)".

Professor Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink (Lehrstuhl für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation) hat das Projekt gemeinsam mit Professor Dr. York-Gothart Mix von der Universität Marburg beantragt. Beide Professoren erhalten für ihr Forschungsvorhaben von der DFG je 100.000 Euro.

Ein Almanach ist eine periodische, meist einmal im Jahr erscheinende Schrift zu einem thematisch abgegrenzten Fachbereich. Er dient als Nachschlagewerk und Datenquelle.

Mit dem Forschungsprojekt "Französische Almanachkultur im deutschen Sprachraum" betreten Professor Lüsebrink und Professor Mix wissenschaftliches Neuland, denn französischsprachige Almanache im deutschen Sprachraum wurden bisher wenig beachtet und auch nicht erforscht. Die Kultur der französischsprachigen Almanache verweist auf einen europäischen Kontext sowie auf interkulturelle Fragestellungen, unter anderem Fragen des Kulturtransfers und der kulturellen Dimensionen von Übersetzungen, die erst in letzter Zeit verstärkt ins Zentrum des Forschungsinteresses gerückt ist.

Bisher wiesen Professor Mix und Professor Lüsebrink etwa 80 unterschiedliche und zum Teil erfolgreiche Reihen von Almanachen nach, die in der Zeit der Aufklärung, der Französischen Revolution und der Napoleonischen Ära (also von 1700 bis 1815) in Deutschland und Österreich erschienen. Dazu gehören literarische Taschenbücher, Damenkalender, Hofkalender, Theateralmanache, Musenalmanache (literarische Publikationsform, die literarische Notizen und Rezensionen sowie Gedichte enthält) und antirevolutionäre Kalender.

Konkret wollen die Wissenschaftler die Texte der französischsprachigen Almanache bibliographisch erfassen und diese erstmals unter literatur-, kultur- und medienwissenschaftlichen sowie interkulturellen Gesichtspunkten analysieren. Dabei sollen auch Stellenwert und Funktion der französischsprachigen Schrift- und Buchkultur im deutschen Sprachraum des 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts sowie die Rollen der Verleger, Journalisten, Übersetzer und Redakteure untersucht werden. Themenschwerpunkte und Diskursformen der Almanache aus dem deutschen Sprachraum werden mit denen der französischen Vorbilder verglichen. Die Wissenschaftler wollen unter anderem herausfinden, welches Text- und Bildmaterial von den französischen Vorbildern übernommen wurde und wie es übersetzt, interkulturell adaptiert und verändert wurde.

Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink
Tel. 0681/302-3502
E-Mail: luesebrink@mx.uni-saarland.de

Saar - Uni - Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de

Weitere Berichte zu: Almanach-Forschung Almanachkultur Sprachraum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Effiziente Tools für bildgebende Studien
21.03.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen