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Entwicklungsländerpreis 2008 geht an zwei Wissenschaftler aus Belgien und Israel

26.08.2008
Auszeichnung der Universität Gießen und KfW Entwicklungsbank Frankfurt am Main erhalten Prof. Dr. Frédéric Docquier (Université Catholique, Louvain/Belgien) und Dr. Hillel Rapoport (Bar-Ilan Universität Israel)

Der Entwicklungsländerpreis 2008 der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen geht in diesem Jahr an zwei Wissenschaftler aus Belgien und Israel. Für ihre besonderen Forschungsleistungen zum Thema "Entwicklung und Migration" erhalten der international anerkannte Ökonom, Prof. Dr. Frédéric Docquier, von der Université Catholique in Louvain (Belgien) und Dr. Hillel Rapoport, Dozent an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Bar-Ilan Universität (Israel) die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung.

Der Preis wird seit 1982 alle zwei Jahre verliehen und von der KfW Entwicklungsbank Frankfurt am Main gestiftet.

Die Preisträger haben richtungweisende Beiträge in der theoretischen und empirischen Migrationsforschung veröffentlicht, die die aktuelle Forschung auf diesem Gebiet prägt, lautet das Urteil des Kuratoriums

"Entwicklungsländerpreis" der JLU. Ihr Schwerpunkt liegt in der Analyse der Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte aus den Entwicklungsländern ("Brain Drain").

Des Weiteren haben die Preisträger analysiert, unter welchen Bedingungen Entwicklungsländer zu Netto-Gewinnern oder -Verlierern von Migrationseffekten werden. Diese Befunde werden sich entsprechend auf die zukünftige Migrationspolitik der Industrieländer auswirken. Daneben ist es ihr besonderer Verdienst, in Kooperation mit anderen Wissenschaftlern eine Datenbank mit internationalen Migrationsvariablen aufzubauen, die frei zugänglich ist und somit weltweit eine intensivere Forschung im Bereich Migration ermöglicht (www.uni-giessen.de/DCP2008).

Die Preisverleihung findet am 14. November 2008 um 14 Uhr in der Aula der Universität Gießen, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen, statt. Als Ehrengast wird die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, erwartet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Preisträger werden an diesem Tag zudem ihre aktuellen Arbeitsergebnisse im Rahmen des internationalen Symposiums "Migration und Entwicklung" präsentieren. Die öffentliche englischsprachige Veranstaltung beginnt bereits um 9 Uhr in der Uni-Aula.

Kontakt:
Kerstin Kötschau
Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) der
Universität Gießen
Otto-Behaghel-Straße 10 D, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99-12708, Fax: 0641 99-12109
E-Mail: kerstin.koetschau@zeu.uni-giessen.de

Lisa Arns | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-giessen.de
http://www.uni-giessen.de/DCP2008

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