Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gerda Henkel Preis 2008 - Wolfgang Frühwald hält Laudatio auf Richard Sennett

21.08.2008
Der Germanist Professor Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Frühwald hält die Laudatio auf den amerikanischen Soziologen und Kulturhistoriker Professor Dr. Richard Sennett, dem in diesem Jahr der Gerda Henkel Preis verliehen wird.

Die Preisverleihung findet am 10. November in Düsseldorf statt. Die Gerda Henkel Stiftung vergibt den Forschungspreis in zweijährigem Turnus für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Historischen Geisteswissenschaften. Die Auszeichnung ist mit 100.000 Euro dotiert.

Wolfgang Frühwald (*1935) war von 1992 bis 1997 Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft und von 1997 bis 2007 - als erster Geisteswissenschaftler - Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung. Der Jury des Gerda Henkel Preises gehört er seit der ersten Ausschreibung des Preises im Jahr 2006 an. Mit ihrer diesjährigen Entscheidung für Richard Sennett würdigt die Jury einen vielgelesenen Autor, der mühelos "die Fachgrenzen der geisteswissenschaftlichen Disziplinen" überschreite. "Seine stupenden Kenntnisse und sein theoretischer Sinn zeigen den Wissenschaftler", heißt es in der Begründung weiter, "doch erweisen Lebenserfahrung, Temperament und Stil ihn auch als Künstler." Richard Sennett wirke als Mentor, zuweilen als Prophet. Bei alledem bleibe er, wie sein Freund Michel Foucault, ein Anreger der Geisteswissenschaften.

Wolfgang Frühwald wurde 1961 promoviert und habilitierte sich 1969 an der Ludwig-Maximilians-Universität München in dem Fach Neuere Deutsche Literaturgeschichte. 1970 nahm er eine Professur an die Universität Trier-Kaiserslautern an. 1974 folgte er einem Ruf nach München, wo er bis 2003 lehrte. Gastprofessuren führten ihn 1985 nach Bloomington (IN, USA) und 1999 nach Frankfurt am Main. 2003 war er Gutenberg-Stiftungsprofessor an der Universität Mainz. Von 1982 bis 1987 wirkte Wolfgang Frühwald als Mitglied des Wissenschaftsrates, von 1994 bis 1998 gehörte er dem Rat für Forschung, Technologie und Innovation beim Bundeskanzler an.

Zu den Forschungsschwerpunkten Professor Frühwalds zählen die Deutsche Literatur der Romantik, die moderne deutsche Literatur sowie die Themen Wissenschaftsgeschichte und -organisation. Zuletzt sind von ihm die Titel "Das Gedächtnis der Frömmigkeit. Religion, Kirche und Literatur in Deutschland. Vom Barock bis zur Gegenwart" (2008), "Wieviel Wissen brauchen wir? Politik, Geld und Bildung" (2007) und "Goethes Hochzeit" (2007) erschienen. Wolfgang Frühwald ist u. a. korrespondierendes Mitglied der Akademien der Wissenschaften in Göttingen, Düsseldorf und Berlin-Brandenburg, Mitglied der Academia Europaea (London) und der Deutschen Akademie der Naturforscher, Leopoldina (Halle an der Saale). Er ist Ehrendoktor der Universitäten Bristol, Dublin, Jerusalem und Münster in Westfalen. Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung verlieh ihm 2002 den Alfried Krupp Wissenschaftspreis.

Kontakt
Pressestelle der Gerda Henkel Stiftung
Dr. Sybille Wüstemann
Telefon: +49 (0)211 93 65 24 0
E-Mail: wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de

Dr. Sybille Wüstemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.gerda-henkel-stiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie