Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rossini Award 2008 für Jürgen Gmehling

19.08.2008
Prof. Dr. Jürgen Gmehling, Hochschullehrer für Technische Chemie an der Universität Oldenburg, ist in der letzten Woche auf der 20. Tagung der International Association of Chemical Thermodynamics (IACT) in Warschau mit dem Rossini Award 2008 geehrt worden.

Der Award, den der Oldenburger Chemiker als dritter Deutscher in Anerkennung seiner herausragenden Beiträge erhalten hat, gilt als die international bedeutendste Auszeichnung auf dem Gebiet der chemischen Thermodynamik.

Auf der Warschauer Tagung hielt der Wissenschaftler vor ca. 500 TeilnehmerInnen aus 39 Ländern eine Rede zum Thema "Augenblicklicher Stand und Einsatzmöglichkeiten von Gruppenbeitragsmethoden in der Verfahrensentwicklung".

Gmehling begann seine Laufbahn als Chemielaborant, bevor er Chemieingenieurwesen und Chemie studierte. Sein Chemie-Diplom machte er 1970 an der Universität Dortmund, wo er 1973 promovierte. Anschließend arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter, später als Privatdozent und außerordentlicher Professor. 1977 bis 1978 verbrachte Gmehling ein Jahr als Gastwissenschaftler am Department of Chemical Engineering an der University of California in Berkeley (USA). 1989 wurde er zum Professor für Technische Chemie an die Universität Oldenburg berufen.

Schwerpunkte von Gmehlings Arbeit sind die Messung, Sammlung und Abschätzung thermophysikalischer Stoffeigenschaften im Hinblick auf die Optimierung von Chemieanlagen. Seit über dreißig Jahren hat er die Fachliteratur systematisch durchforstet, um die so genannte Dortmunder Datenbank aufzubauen, die weltweit größte Faktendatenbank für Reinstoff- und Gemischdaten. Unter Verwendung dieser Daten entwickelte er mit seinen MitarbeiterInnen zuverlässige Modelle zur Abschätzung der zur Optimierung von Chemieanlagen erforderlichen thermodynamischen Gemischdaten. Auf Grund der Bedeutung dieser Modelle für die Praxis wird ihre Weiterentwicklung an der Universität Oldenburg seit mehr als 10 Jahren durch ein Firmenkonsortium mit knapp 50 internationale Chemiefirmen (bisheriger Umfang ca. 2 Mio. Euro) gefördert.

Der Wissenschaftler hat selbst zwei Firmen mit mehr als 30 MitarbeiterInnen in Oldenburg gegründet: die DDBST GmbH und die LTP GmbH, die beide im Bereich der angewandten Forschung auf dem Gebiet des Chemieingenieurwesens arbeiten und Software für die Verfahrensentwicklung entwickeln bzw. experimentelle thermophysikalische Stoffdaten für die Industrie messen. Bereits 1982 erhielt er von der GVC (VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen) den Arnold-Eucken-Preis.

Kontakt: Prof. Dr. Jürgen Gmehling, Institut für Reine und Angewandte Chemie (IRAC), Tel.: 0441/798-3831, E-Mail: gmehling@tech.chem.uni-oldenburg.de

Gerhard Harms | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-oldenburg.de/tchemie/
http://www.uni-oldenburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

nachricht Förderung Technologietransfer im technologischen Ressourcenschutz mit über 500.000 Euro
20.04.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten