Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

1,2 Millionen Euro für den wissenschaftlichen Nachwuchs

19.08.2008
Promotionsprogramm "Neue Materialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften" endet mit Ablauf des Jahres

Das Promotionsprogramm "Neue Materialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften" an der Leibniz Universität Hannover neigt sich seinem Ende zu. Das Förderprogramm ist der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Materialwissenschaften gewidmet und beim "Zentrum für Festkörperchemie und Neue Materialien" (ZFM) angesiedelt.

Das ZFM wurde 1998 als Teil der Innovationsoffensive des Landes Niedersachsen mit dem Ziel der Bündelung der chemisch orientierten Festkörperforschung in Niedersachsen gegründet.

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) hatte für das Promotionsprogramm insgesamt 24 Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendien mit einem Volumen von 950.000 Euro sowie 120.000 Euro als weiteren Finanzierungszuschuss bereitgestellt. Hinzu kam die Unterstützung in Höhe von 100.000 Euro aus den "Ziel- und Leistungsvereinbarungen" der Universität.

Für zwei Förderperioden erhielten jeweils 12 Doktorandinnen und Doktoranden über einen Zeitraum von drei Jahren eine Grundförderung von 1.025 Euro sowie einen Sachkostenzuschuss in Höhe von 100 Euro. Außerdem wurden für einen dreimonatigen Studienaufenthalt im Ausland die Reisekosten übernommen. Das Promotionsprogramm umfasste mit seinen zwei Förderperioden die Zeiträume von 2001 bis 2004 sowie von 2005 bis 2008.

Das Besondere: Die meisten der Doktorandinnen und Doktoranden stammen aus dem Ausland, denn die Stipendien wurden national und international ausgeschrieben. Ein weiteres wichtiges Ziel war die deutliche Verkürzung der Promotionszeit, die derzeit bundesweit durchschnittlich bei 4,4 Jahren liegt. Von einem gewählten Leitungsgremium koordiniert, hatten die Stipendiatinnen und Stipendiaten neben ihrer Forschungsarbeit ein begleitendes Studienprogramm zu absolvieren. Dazu gehörten unter anderem englischsprachige Spezialvorlesungen und die regelmäßige Teilnahme am "Seminar of the Graduate Students" sowie die Erstellung von wissenschaftlichen Tagungsbeiträgen und Publikationen. Für diese zusätzlichen Leistungen wurden Kreditpunkte sowie ein abschließendes Zeugnis vergeben.

Der Erfolg des Programms bestätigt, dass es allen Beteiligten gelungen ist, hier beispielhaft herausragende Pionierarbeit auf dem Weg zu einer neuen, strukturierten Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden zu leisten.

Auf der Abschlussveranstaltung am Freitag, 19. September 2008 im Dr. Oetker Hörsaal der Leibniz Universität Hannover, Callinstr. 3-3a, werden eine ehemalige Stipendiatin und zwei ehemalige Stipendiaten ein Fazit ziehen. Über ihre Erfahrungen berichten Prof. Kalpana Rani Dey von der Independent University in Bangladesh, Dr. Marc Leimenstoll von der Bayer MaterialScience AG und Dr. M. Mazharul Islam von der Pariser Université Pierre & Marie Curie.

Dr. Stefanie Beier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

Weitere Berichte zu: Förderperioden Promotionsprogramm Stipendium

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie