Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwei Wissenschaftlerinnen mit dem Merck Serono Dermatologie Forschungspreis ausgezeichnet

28.07.2008
Die Verleihung des diesjährigen Merck Serono Dermatologie Forschungspreises, der bereits zum vierten Mal vergeben wurde, erfolgte im Rahmen der 21. Fortbildungswoche für Dermatologie und Venerologie in München.

Die Preisträgerinnen Dr. med. Margarete Maria Niebuhr, Medizinische Hochschule Hannover, und Dr. rer. nat. Stephanie Schlickum, die für ihre Tätigkeit an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg geehrt wurde, teilen sich die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung.

Schwere Verlaufsformen der atopischen Dermatitis sind u.a. von häufigen Infektionen gekennzeichnet. Fr. Dr. Niebuhr befasste sich in ihrer Forschungsarbeit mit den molekular-genetischen Ursachen dieser überschießenden Immunreaktion. So konnte sie erstmals funktionelle Unterschiede für die Genvariante des Rezeptors TLR-2 nachweisen: Monozyten mit dem mutierten Gen produzieren mehr Entzündungsmediatoren als Monozyten ohne Mutation. Dieser Polymorphismus tritt bei etwa jedem zehnten Patienten mit atopischer Dermatitis auf und ist verbunden mit einer verstärkten inflammatorischen Reaktion und höheren Infektanfälligkeit (1).

Dendritische Ausstülpungen von Lymphozyten beeinflussen deren Funktion im Epithelgewebe. Das noch wenig erforschte Gebiet war Gegenstand der Arbeit von Fr. Dr. Schlickum: Sie wies den Einfluss des Adhäsionsmoleküls Integrin auf die epitheliale Ausprägung der Lymphozyten und somit die Aufrechterhaltung der Epithelfunktion nach (2).

... mehr zu:
»Dermatologie »Monozyt

Der Dermatologie Forschungspreis von Merck Serono prämiert experimentelle oder klinische Arbeiten zur Psoriasis und anderen entzündlichen Dermatosen. Beurteilt werden die eingereichten Arbeiten von einer Jury hochrangiger Experten - dieses Jahr unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Jan C. Simon, Leipzig.

Der Preis richtet sich an Wissenschaftler bis 40 Jahre aus dem deutschsprachigen Raum, die innerhalb der letzten 12 Monate eine deutsch- oder englischsprachige Arbeit veröffentlicht oder zur Veröffentlichung eingereicht haben. Informationen zur formlosen Bewerbung für den Merck Serono Dermatologie Forschungspreis 2009 sind in Kürze erhältlich unter www.raptiva.de.

(1) Niebuhr M et al. Dysregulation of toll-like receptor-2 (TLR-2)-induced effects in monocytes from patients with atopic dermatitis: impact of the TLR-2 R753Q polymorphism. Allergy 2008: 63: 728-734

(2) Schlickum S et al. Integrin alphaE(CD103)beta7 influences cellular shape and motility in a ligand-dependent fashion. Blood First Edition Paper, prepublished online May 20, 2008; DOI 10.1182/blood-2008-01-134833

Die Merck Pharma GmbH und die Serono GmbH sind eigenständige Tochtergesellschaften der Merck-Gruppe mit Sitz in Darmstadt. Die beiden Unternehmen sind innerhalb der Sparte Merck Serono für Marketing und Vertrieb von verschreibungspflichtigen Originalpräparaten in Deutschland verantwortlich.

Merck Serono
Merck Serono, Mercks neue Sparte für innovative kleine Moleküle und Biopharmazeutika, ist aus der Übernahme von Serono und der Integration des Geschäftes mit der ehemaligen Merck-Sparte Ethicals entstanden. Merck

Serono, mit Hauptsitz Genf (Schweiz), erforscht, entwickelt, produziert und vermarktet innovative Produkte, um Patienten bei Erkrankungen mit hohem therapeutischen Bedarf zu helfen. In Nordamerika (Vereinigte Staaten und Kanada) firmiert das Unternehmen unter dem Namen EMD Serono. Merck Serono verfügt über führende Marken, die Patienten bei Krebs (Erbitux®), Multipler Sklerose (Rebif®), Unfruchtbarkeit (Gonal-f®), metabolischen und kardiometabolischen Erkrankungen (Glucophage®, Concor®, Saizen®, Serostim®) sowie Psoriasis (Raptiva®) zugute kommen.

Mit jährlichen F&E-Investitionen in Höhe von 1 Mrd. € engagieren wir uns für den Ausbau unseres Geschäftes in Therapiebereichen mit hohem Spezialisierungsgrad, wie z. B. Neurologie und Onkologie, aber auch in neuen Therapiebereichen, die sich potenziell aus unserer Forschung und Entwicklung im Bereich Autoimmun- und Entzündungserkrankungen ergeben könnten.

Merck
Merck ist ein weltweit tätiges Pharma- und Chemieunternehmen mit Gesamterlösen von 7,1 Mrd Euro im Jahr 2007, einer Geschichte, die 1668 begann, und einer Zukunft, die 31.681 Mitarbeiter in 60 Ländern gestalten. Innovationen unternehmerisch denkender und handelnder Mitarbeiter charakterisieren den Erfolg. Merck bündelt die operativen Tätigkeiten unter dem Dach der Merck KGaA, an der die Familie Merck mittelbar zu rund 70 Prozent und freie Aktionäre zu rund 30 Prozent beteiligt sind. Die einstige US-Tochtergesellschaft Merck & Co. ist seit 1917 ein von der Merck-Gruppe vollständig unabhängiges Unternehmen.

Dr. Stefan Kurze | idw
Weitere Informationen:
http://www.merckserono.net
http://www.raptiva.de
http://www.psoriasis-konkret.de

Weitere Berichte zu: Dermatologie Monozyt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie