Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftspreis 2008 der Stadt Ulm

23.07.2008
Für seine Forschungs- und Entwicklungsleistungen im Bereich der zerstörungsfreien Visualisierung des Wassermanagements in arbeitenden Brennstoffzellen hat der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner dem Diplom-Chemiker Dr. Christoph Hartnig vom ZSW mit dem Wissenschaftspreis 2008 der Stadt Ulm ausgezeichnet.

Dr. Hartnig ist seit 2004 am ZSW in Ulm tätig und Leiter des Fachgebiets Elektrochemische Verfahren und Modellierung.

Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt Ulm die herausragenden Leistungen von Christoph Hartnig auf dem Gebiet der Brennstoffzellentechnologie. Effiziente und umweltfreundliche Methoden zur Energieumwandlung sind gegenwärtig eine große Herausforderung im Bereich Energieforschung.

Brennstoffzellen (BZ) sind Energiewandler und liefern saubere Energie mit Wasser als „Abfallprodukt“. Insbesondere PEM-Brennstoffzellen (Polymer-Elektrolytmembran) verfügen über das Leistungsvermögen, um diese Anforderungen zu erfüllen. Es existieren bereits viele erfolgreiche Anwendungen wie beispielsweise Busse oder Boote, die von Brennstoffzellensystemen angetrieben werden. Für ein langfristig erfolgreiches Bestehen im kommerziellen Umfeld besteht jedoch noch großes Optimierungspotential hinsichtlich Effizienz, Lebensdauer und Kosten.

... mehr zu:
»Brennstoffzelle »ZSW

Eine Herausforderung bei der Entwicklung stellt das so genannte 'Wassermanagement' dar, welches bisher nur mit massiven, zerstörenden Eingriffen in das Brennstoffzellensystem untersucht werden konnte. Dem Laureat ist es erstmals gelungen, Einblicke in die Entstehungs- und Transportvorgänge von flüssigem Wasser während dem Brennstoffzellenbetrieb zu schaffen.

Seine wissenschaftliche Reputation gründet vor allem darauf, Wasser unter Betriebsbedingungen sichtbar zu machen, um basierend auf diesen Erkenntnissen Optimierungen durchführen zu können. Mittels neu entwickelter Methoden, die auf Röntgen- sowie Neutronenstrahlung beruhen, ist es der Forschergruppe von Christoph Hartnig am ZSW Ulm in Zusammenarbeit mit Kollegen am Hahn-Meitner-Institut in Berlin gelungen, bildgebende Verfahren zu entwickeln, mit denen Brennstoffzellen untersucht werden.

Die dabei erreichte örtliche Auflösung liegt mit 3 Mikrometern um über eine Größenordnung unter der von bisher eingesetzten Verfahren; der Zeitfaktor konnte sogar noch weiter reduziert werden und liegt mit einer Aufnahmezeit von etwa 3 Sekunden deutlich unter der bisherigen zeitlichen Auflösung von etwa 10 Minuten pro Bild. Diese Methoden erlauben somit bisher noch nicht erreichte Einblicke, die eine wertvolle Basis für schnelle und zielgerichtete Optimierungsschritte darstellen. Dr. Hartnig setzt sich für den wissenschaftlichen Nachwuchs außerordentlich ein und betreut kontinuierlich eine Vielzahl von Praktikanten, Diplomanden und Doktoranden.

Lebenslauf:
Dr. Christoph Hartnig (Baujahr 1972) hat in Ulm Chemie studiert und seine Dissertation über Computersimulationen im Bereich von Ionentransportprozessen verfasst. Anschließend folgten Forschungsaufenthalte in den Niederlanden, USA und Spanien. Nach einer zweijährigen Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Jülich kam Dr. Hartnig im Mai 2004 an das Zentrum für Sonnenergie- und Wasserstoff-Forschung, wo er die Abteilung 'Elektrochemische Verfahren und Modellierung' leitet.
Ansprechpartner für inhaltliche Fragen:
Dr. Christoph Hartnig,
Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Helmholtzstr. 8 D-89081 Ulm,
+49/731/9530-612, Fax: +49/731/9530-666,
christoph.hartnig@zsw-bw.de

Axel Vartmann | Solar Info Center
Weitere Informationen:
http://www.zsw-bw.de

Weitere Berichte zu: Brennstoffzelle ZSW

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Rittal mit neuer Push-in-Leiteranschlussklemme - Kontakte im Handumdrehen

26.04.2017 | HANNOVER MESSE

Plastik – nicht nur Müll

26.04.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz