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Wissenschaftspreis 2008 für Bernhard Nieswandt

09.07.2008
Forscher des Rudolf-Virchow-Zentrums wird in der Kategorie "Medizinische Grundlagenforschung" ausgezeichnet

Prof. Dr. Bernhard Nieswandt, Arbeitsgruppenleiter am Rudolf-Virchow-Zentrum / DFG-Forschungszentrum, erhält heute abend in München den GlaxoSmithKline-Stiftung-Wissenschaftspreis 2008.

Den mit 15.000 Euro dotierten Preis vergibt die GlaxoSmithKline-Stiftung jährlich für hervorragende Arbeiten auf der "Klinischen Forschung" und "Medizinischen Grundlagenforschung".

Bernhard Nieswandt ist seit sechs Jahren Leiter der Arbeitsgruppe Vaskuläre Biologie am Rudolf-Virchow-Zentrum und hat zudem eine Professur am Institut für Klinische Biochemie der Universität Würzburg inne. Im Fokus seiner Forschung stehen die Oberflächenrezeptoren der Blutplättchen und deren Signalwege im Zellinneren.

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»Blutpfropf »Protein

Blutplättchen spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung: In verletzten Blutgefäßen verklumpen sie zu einem Blutpfropf, der die Blutung stillt. Ein Blutpfropf kann sich aber auch in erkrankten Gefäßen bilden, was zu Durchblutungsstörungen oder dem Verschluss einer Arterie führt. Herzinfarkt oder Schlaganfall sind die Folge. Ziel des Würzburger Wissenschaftlers ist es, den Prozess zu verstehen und die krankhafte Bildung von Blutpfropfen mit Medikamenten behandeln zu können. Seine bisherigen Forschungen liefern wichtige Ansatzpunkte für die Vorbeugung und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Unter anderem hat er zwei Proteine untersucht mit dem Namen STIM1 und
Talin-1 , die das Anheften der Blutplättchen regulieren. Eines der beiden, STIM1 gibt Hoffnung: Blockiert man das Protein, so gibt es keinen gefährlichen Blutpfropf. Andererseits wird die normale Blutstillung aber nicht beeinflusst. Für diese Arbeiten, die in den renommierten Fachzeitschriften "Journal of Clinical Investigation" und "Journal of Experimental Medicine" veröffentlicht wurden, wurde Bernhard Nieswandt ausgezeichnet.

Die GlaxoSmithKline-Stiftung prämiert nach eigenen Angaben wissenschaftliche Arbeiten, die aktuell, im Forschungsansatz originell und für den biomedizinischen Fortschritt bedeutend sind. Die Kandidaten werden aufgrund einer entsprechenden aktuellen Publikation in einer der führenden Fachzeitschriften durch Vertreter naturwissenschaftlicher oder medizinischer Fakultäten, der Max-Planck-Institute oder entsprechender Fachgesellschaften nominiert.

Kontakt:
Prof. Dr. Bernhard Nieswandt
Tel: 0931 201 4460
Sonja Jülich
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0931 201 48714
Email: sonja.juelich@virchow.uni-wuerzburg.de

Sonja Jülich | idw
Weitere Informationen:
http://www.rudolf-virchow-zentrum.de

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