Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Von Behring-Röntgen-Stiftung bewilligt Laser-Mikrodissektionsgerät

07.07.2008
Gesamtvolumen von 316.000 Euro für Fachbereich Medizin - Untersuchung von Hodengewebsproben

Mit einem Gesamtvolumen von 316.000 Euro fördert die Von Behring-Röntgen Stiftung die Anschaffung eines so genannten Laser-Mikrodissektionsgerätes und die Einrichtung einer vollen Servicekraft-Stelle für drei Jahre am Fachbereich Medizin.

Das Gerät im Wert von 196.500 Euro wird unter anderem der von Prof. Dr. Klaus Steger koordinierten Klinischen Forschergruppe zur Erforschung männlicher Unfruchtbarkeit zur Verfügung stehen. Es handelt sich um ein CarlZeiss/PALM MicroBeam IV Laser-Mikrodissektionsgerät und ermöglicht, aus Hodengewebsproben einzelne Zellen beziehungsweise Zellgruppen zu isolieren und anschließend einer molekularbiologischen Untersuchung zu unterziehen. Neben Prof. Steger von der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie hatte Prof. Dr. Andreas Meinhardt vom Institut für Anatomie und Zellbiologie den jetzt von der Stiftung bewilligten Antrag gestellt.

Prof. Steger ist Koordinator der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Klinischen Forschergruppe KFO181/1 "Male factor infertility due to impaired spermatogenesis". Wie kürzlich berichtet setzt sich diese Gruppe aus sechs Teilprojekten zusammen, an denen Wissenschaftler der Fachbereiche Medizin und Veterinärmedizin der Universität Gießen, sowie Medizin der Philipps-Universität Marburg beteiligt sind. Ziel ist die Erforschung männlicher Unfruchtbarkeit. Eine Grundlage der wissenschaftlichen Arbeiten bildet eine umfangreiche Sammlung von Hodengewebsproben, die sich im Zentrum für Dermatologie und Andrologie, sowie im Institut für Veterinär-Anatomie, -Histologie und -Embryologie befindet.

Die Mitglieder der Forschergruppe erhoffen sich durch die Untersuchung der Proben neue Erkenntnisse zu den Regulationsvorgängen der männlichen Keimzelldifferenzierung. Da auf Grund der Komplexität des männlichen Keimepithels keine Zellkulturen von männlichen Keimzellen verfügbar sind, stellt das nunmehr bewilligte Gerät eine große Bereicherung der Forschungsaktivitäten der genannten Forschergruppe dar.

Mit der geplanten Integration des Geräts in die Zentralabteilung Elektronenmikroskopie und Bildverarbeitung am Institut für Anatomie und Zellbiologie steht die Technik der Laser-Mikrodissektion allen Mitgliedern des Fachbereichs zur Verfügung.

Kontakt:
Lambert Stamer, Dekanat Fachbereich Medizin
Rudolf-Buchheim-Str. 6, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-48030
E-Mail: Referat3@dekanat.med.uni-giessen.de

Lisa Arns | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-giessen.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise