Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Toller Erfolg mit "NoreTec"

01.07.2008
Platz 2 für Existenzgründerteam der Fachhochschule Köln im 11. NUK-Businessplan-Wettbewerb 2008

Den 2. Platz belegen Dr. Barbara Friedmann (Monheim) und Prof. Dr. Rainer Kronberger von der Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik der Fachhochschule Köln bei der Prämierung der Besten der Besten des 11. NUK-(Neues Unternehmertum Rheinland)-Businessplan-Wettbewerbs.

Sie erhielten den mit 5.000 Euro dotierten 2. Preis für ihr Gründungsvorhaben "NoreTec". Dr. Barbara Friedmann entwickelte zusammen mit ihrem Mentor, Prof. Dr. Rainer Kronberger, neuartige hochfrequenzabsorbierende Beschichtungen. Hierbei handelt es sich um speziell strukturierte Polymerschichten, u. a. auf Basis von Metamaterialien. Das Projekt, das bereits durch das EXIST-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert wird, soll als Spin-Off der Fachhochschule Köln unter dem Namen "NoreTec" gegründet werden. Ein Foto der beiden Preisträger kann über Internet abgerufen werden unter: www.presse.fh-koeln.de

"NoreTec" steht für "No Reflection Technologies". Das Unternehmen plant, neue und innovative hochfrequenzabsorbierende Beschichtungen zu entwickeln und zu produzieren. Basis hierfür sind neuartige Metamaterialien, d. h. strukturierte Kunststoffoberflächen mit neuen Materialeigenschaften. Mit diesen Materialien werden in vielen technischen Bereichen elektronische Baugruppen gegen Störstrahlen geschützt und Objekte umhüllt, die Mehrfachreflexionen verursachen, um die Radarortung zu sichern.

So müssen beispielsweise Stahlbrücken über Binnenschifffahrtsstraßen oder Flughafengebäude in Landebahnnähe großflächig mit Radar-Absorbern verkleidet werden, um störende Einflüsse im Radarbild auszuschalten. Weitere Einsatzfelder sind die Auskleidung von Antennen, über die eine bestimmte Abstrahlcharakteristik erreicht werden kann sowie die Störstrahlungsabschirmung von elektronischen Komponenten wie etwa Fahrzeugradarsystemen. Vorteile dieser hochfrequenz-absorbierenden Beschichtungen im Vergleich zu konventionellen Hochfrequenzabsorbern sind deutlich verbessertes Absorptionsverhalten, geringere Schichtdicke und geringes Gewicht sowie eine sehr gute Wetterbeständigkeit.

"Besonders habe ich mich über den Preis gefreut", so Dr. Barbara Friedmann, "weil es im Rheinland eine lange Tradition der Beschichtungsstoffe und Chemie gibt, die wir mit den innovativen hochfrequenzabsorbierenden Materialien unseres Unternehmens NoreTec weiterführen können. Außerdem zeigt dieser Preis, dass in dem Labor für Hochfrequenztechnik der Fachhochschule Köln bei Prof. Dr. Rainer Kronberger Forschung an den Materialien von morgen praktiziert wird!" Dr. Barbara Friedmann ist promovierte Chemikerin. Sie hat mehrere Jahre in der Lacke- und Farbenindustrie gearbeitet und an der Fachhochschule Köln ein Studium der Nachrichtentechnik absolviert. Ihre Abschlussarbeit führte sie im Labor für Hochfrequenztechnik bei Prof. Dr. Rainer Kronberger durch, aus dem auch das Existenzgründungsprojekt gestartet worden ist.

Insgesamt hatten 183 Teams am diesjährigen NUK-Businessplan-Wettbewerb teilgenommen. Wichtigste Auswahlkriterien der Jury waren der tatsächliche Marktbedarf und das mögliche Wachstumspotenzial der Geschäftsidee, die Qualifikation und Dynamik des Gründerteams und ein hervorragend ausgearbeiteter Businessplan. Insgesamt gab es vier Hauptpreisträger, zwei davon erhielten einen gleichwertigen dritten Platz. Sieben Gründungsvorhaben erhielten einen Förderpreis.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 16.500 Studierende werden von rund 400 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Die zehn Fakultäten bieten mehr als 60 Studiengänge an - jeweils etwa die Hälfte aus den Ingenieurwissenschaften bzw. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften: von Architektur über Maschinenbau, Design, Restaurierung, Informationswissenschaft, Sprachen und Soziale Arbeit bis hin zu Wirtschaftsrecht und Medieninformatik. Die Fachhochschule Köln ist eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und dem Internationalen Standard ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung.

Zum Team des Labors für Hochfrequenztechnik im Institut für Nachrichtentechnik zählen derzeit ein Laboringenieur, fünf wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie mehrere studentische Hilfs-kräfte. Unter der Leitung von Prof. Rainer Kronberger liegt der Forschungsschwerpunkt neben der Entwicklung von Hochfrequenzabsorbern im Bereich der Antennenentwicklung für die Mobilkommunikation. Hierzu arbeiten vier Mitarbeiter am BMBF-Projekt MIMOWA, das sich mit der Gestaltung zukünftiger Antennen für Mobiltelefone befasst. Das Labor verfügt über moderne Hochfrequenz-Messeinrichtungen sowie über einen reflektionsfreien Antennenmessraum bis 20 GHz. Weitere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben werden vor allem mit Firmen aus dem lokalen Umfeld realisiert.

Weitere Informationen

Fachhochschule Köln
Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik,
Institut für Nachrichtentechnik
Prof. Dr.-Ing. Rainer Kronberger, Tel.: 0221/8275-2503; Fax: 0221/8275-2503
E-Mail: rainer.kronberger@fh-koeln.de
Dr. Barbara Friedmann, Tel.: 0221/8275 -2130; Fax: 0221/8275-2503
E-Mail: barbara.friedmann@fh-koeln.de

Petra Schmidt-Bentum | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-koeln.de
http://www.neuesunternehmertum.de
http://dnserver.nt.fh-koeln.de/Kronberger/hflab001.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Forschungspreis „Transformative Wissenschaft 2018“ ausgelobt
16.02.2018 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Preis der DPG für superpräzisen 3-D-Laserdruck aus Karlsruhe
14.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics