Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ronald Nutt erhält Ehrendoktorwürde für seine Forschungen zur PET

20.06.2008
Die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg Essen verleiht Dr. Ronald Nutt die Ehrendoktorwürde für seine Verdienste in der Nuklearmedizin. Nutt war maßgeblich daran beteiligt, die molekulare Bildgebung in der Diagnostik und Therapie großer Volkskrankheiten zu etablieren.

Dank der Forschung Nutts fand die PET (Positronen-Emissions-Tomographie) Eingang in die klinische Routine. Auch an der Entwicklung des kombinierten Verfahrens PET/CT - eine Kombination aus PET und Computertomografie - war Nutt maßgeblich beteiligt.

Heute ist die PET/CT das sich am schnellsten verbreitende medizinische Bildgebungsverfahren. Nutts Interesse gilt insbesondere der physikalischen und technischen Weiterentwicklung der PET, wobei er großen Wert auf den engen Kontakt zum Anwender legt.

Besonderes Augenmerk widmete Nutt bei seiner Forschung der Detektorentwicklung für die PET. Mithilfe der so genannten Blockdetektoren schaffte er die notwendige Voraussetzung dafür, dass die PET mit hoher Bildqualität in der klinischen Routine eingesetzt werden kann. Zudem führte Nutt die Ganzkörper-Untersuchung und die dreidimensionale Datenerfassung ein, die ebenfalls eine erhebliche Verbesserung der Bildqualität bewirkten. Unter Nutts Federführung erlangte die PET/CT im Jahr 2001 die klinische Reife. Ihm ist es zu verdanken, dass das erste PET/CT-Gerät in Deutschland am Universitätsklinikum Essen installiert wurde.

... mehr zu:
»PET »PET/CT

Nutt wurde 1938 in den U.S.A. geboren. 1962 beendete er sein Ingenieurstudium an der University of Tennessee in Knoxville und wurde dort 1969 promoviert. 1973 beschäftigte sich Nutt erstmals mit der PET, die seitdem im Vordergrund seiner Arbeit steht. Zehn Jahre später gründete Nutt unter anderem mit Prof. Dr. Michael E. Phelps - einem der Erfinder der PET - das Unternehmen CTI, das er bis zum Verkauf im Jahr 2005 leitete. Nutt ist auch während seiner Unternehmertätigkeit wissenschaftlich aktiv geblieben. Er ist Koautor von über 80 wissenschaftlichen Publikationen und hält mehr als 30 Patente.

Die klinische Bedeutung der PET hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Sie ist essenziell für die medizinische Spitzenforschung. Mithilfe der PET erhält der Nuklearmediziner ein präzises Bild des Stoffwechsels in Körperstrukturen. So können beispielsweise Hirn-, Herz- oder Tumorerkrankungen erfasst werden. PET ist derzeit die empfindlichste Methode zur Früherkennung des Morbus Alzheimer und gilt auch als Referenz für den Vitalitätsnachweis im minder durchbluteten Herzmuskel. Für eine Vielzahl von Tumorerkrankungen ist insbesondere die PET/CT das beste Verfahren zur Rezidiv- oder Metastasensuche. Eine zunehmende Rolle spielt die PET bei der Planung und Kontrolle der Strahlentherapie und bei der Vorhersage und Kontrolle des Erfolgs von Chemotherapien.

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.
Pressereferat, Julia Schilling
Hospitalstraße 7, D-37073 Göttingen
Tel. 0551.48857-402, info@nuklearmedizin.de

Julia Schilling | idw
Weitere Informationen:
http://www.nuklearmedizin.de

Weitere Berichte zu: PET PET/CT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Deutscher Innovationspreis für Klima und Umwelt 2017 ausgeschrieben
23.01.2017 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

nachricht Personal-Trainer zum Anziehen: Intelligente Trainingskleidung gewinnt Fashion Fusion Award
23.01.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie