Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Portugiesischer Ökonom erhält in Mannheim den mit 5.000 Euro dotierten ZEW-Forschungspreis

16.06.2008
MLP sponsert Heinz König Young Scholar Award

Zum fünften Mal hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim den Heinz König Young Scholar Award vergeben. In diesem Jahr geht der Forschungspreis an Carlos D. Santos aus Portugal.

Die Auszeichnung erhält er für eine Arbeit, die sich mit der Frage beschäftigt, wie sich versunkene Kosten von Investitionen in Forschung und Entwicklung auf das Innovationsverhalten eines wettbewerbsintensiven Industriezweigs auswirken. Santos ist Ökonom und schließt derzeit seine Promotion an der London School of Economics ab.

Der jährlich vom ZEW verliehene Heinz König Young Scholar Award ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert und beinhaltet zusätzlich das Angebot eines mehrmonatigen Forschungsaufenthalts am ZEW. Der Sponsor des Preises ist in diesem Jahr das Finanz- und Vermögensberatungsunternehmen MLP (Marschollek, Lautenschläger und Partner).

... mehr zu:
»Industriezweig

Santos entwickelte ein dynamisches Wettbewerbsmodell, das die Anreize für Firmen untersucht, sowohl in physisches Kapital als auch in Forschung und Entwicklung zu investieren, wenn gleichzeitig innovierende und nicht innovierende Wettbewerber am Markt auftreten und somit durch einen Vergleich der beiden Unternehmensgruppen versunkene Kosten identifiziert werden können. Weiterhin ermöglicht sein Modell eine Lösung des Problems der Multidimensionalität. Damit können Ergebnisse leichter vorhergesagt werden. In seiner empirischen Analyse nutzt er dann dieses Modell, um anhand der sehr innovativen portugiesischen Gussformenindustrie zu zeigen, dass hohe anfängliche versunkene Kosten in diesem Industriezweig auftreten und dass diese zum Hemmnis für den Markteintritt von neuen Unternehmen werden.

Der Präsident des ZEW, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Franz, der im Namen des Sponsors den Preis überreichte, würdigte in seiner Laudatio Santos Arbeit als einen wichtigen Beitrag, die Fehlanreize durch versunkene Kosten in innovativen Industriezweigen darzustellen. "Die Arbeit stellt einen wichtigen Beitrag zur Debatte über Subventionen und Förderung von Neugründungen in dynamischen Industriezweigen dar."

Mit dem nach dem 2002 verstorbenen Gründungsdirektor des ZEW, Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz König, benannten Heinz König Young Scholar Award werden hervorragende empirische Arbeiten junger Wirtschaftswissenschaftler gewürdigt. Das ZEW will mit dem Preis der Vielzahl an Auszeichnungen für arrivierte Forscher keine weitere hinzufügen, sondern - ganz im Sinne von Heinz König - der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses den Vorzug geben.

Der Heinz König Young Scholar Award wird jeweils zum Abschluss des ZEW Summer Workshops verliehen, der jedes Jahr in Mannheim stattfindet. Ziel des ZEW Summer Workshops ist es, den wirtschaftswissenschaftlichen Nachwuchs zu qualifizieren. Aus der Vielzahl der eingereichten wissenschaftlichen Papiere werden in einem harten Auswahlverfahren die besten ausgewählt und 12 bis 16 Nachwuchswissenschaftler aus dem In- und Ausland nach Mannheim eingeladen. Hier können sie ihre Forschungsarbeit mit anderen Nachwuchswissenschaftlern sowie speziell hierzu eingeladenen renommierten Forschern diskutieren. Der beste eingereichte Beitrag wird mit dem Heinz König Young Scholar Award ausgezeichnet.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Georg Licht (Telefon 0621/1235-177, E-Mail licht@zew.de).

Gunter Grittmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.zew.de

Weitere Berichte zu: Industriezweig

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Virenforschung
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht International ausgezeichnet! Rittal gewinnt „Cooling Oscar“
20.10.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie