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DGEM-Nachwuchsförderpreis 2008 verliehen

16.06.2008
DGEM-Nachwuchsförderpreis 2008 verliehen
Paul Urbain, Ernährungswissenschaftler an der Uniklinik Freiburg erhält Unterstützung für Forschungen zum Mukositisrisiko bei Chemotherapie

Paul Urbain, Ernährungswissenschaftler und wissenschaftlich tätig an der Universitätsklinik Freiburg, erhält den mit bis zu 15.000 € dotierten Nachwuchsförderpreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) e.V. Damit unterstützt die DGEM seine Forschungen zur Rolle der Versorgung der Mundschleimhaut mit Antioxidantien für das Mukositisrisiko (Schleimhautentzündung) bei einer Chemotherapie.

Geplant ist eine prospektive Erhebungsstudie bei Patienten mit hämatologischen Neoplasien (Gewebsneubildungen) vor und nach einer peripheren Blutstammzelltransplantation (PBSZT). Dabei soll untersucht werden, welchen Einfluss die Versorgung der Mundschleimhaut mit Antioxidantien (Vitamin E, C und Beta-Carotin) vor PBSZT als Risikofaktor für die Entstehung, Dauer und Schwere der therapieinduzierten Mukositis hat.

Paul Urbain wurde 1981 in Luxemburg-Stadt geboren und absolviert seit Juni 2007 sein Promotionsstudium für die Universität Hohenheim am Universitätsklinikum Freiburg. Sein Diplom in Ernährungswissenschaften machte er im März 2007 mit einer Arbeit zum Thema: "Erfassung des Ernährungsstatus onkologischer Patienten vor und während der Chemotherapie." Der DGEM-Nachwuchsförderpreis wird alle zwei Jahre verliehen.

Die Entstehung und Entwicklung der Mukositis ist noch nicht eindeutig geklärt. Erste Anzeichen sind das Auftreten von Brennen im Mund, Rötungen und Geschwürbildungen. Die Folgen sind Schmerzen, weniger Speichelproduktion, Geschmacksstörungen und Appetitlosigkeit.

Dadurch wird das Essen erschwert, der Ernährungsstatus des Patienten verschlechtert sich und ein längerer Krankenhausaufenthalt kann die Folge sein. In schweren Ausprägungen gefährdet die Mukositis nicht nur das kurative Therapieziel durch möglicherweise notwendige Therapieverschiebungen oder Therapieabbrüche, sondern sie beeinträchtigt auch erheblich die Lebensqualität der Patienten. Es ist deshalb besonders wichtig, die Risikofaktoren rechtzeitig für eine Intervention zu erkennen. Dazu soll die Studie von Paul Urbain beitragen.

Ansprechpartner:
Paul Urbain
polurbain@hotmail.com

Rita Wilp | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgem.de

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